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Göttinger Landgericht verurteilt vier Angeklagte

Maskiert zum Überfall Göttinger Landgericht verurteilt vier Angeklagte

Das Landgericht Göttingen hat am Donnerstag vier junge Männer aus Uslar (Kreis Northeim) wegen eines Überfalls auf eine Spielhalle im September 2013 zu Freiheitsstrafen verurteilt. Die Kammer befand die Angeklagten der versuchten gemeinschaftlichen schweren räuberischen Erpressung und des versuchten gemeinschaftlichen schweren Raubes für schuldig.

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Quelle: dpa (Symbolfoto)

Göttingen. Zwei Angeklagte im Alter von 30 und 22 Jahren erhielten eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten, ein 20-Jähriger eine Jugendstrafe von einem Jahr und drei Monaten. Bei ihnen ordnete das Gericht außerdem die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an. Der 24-Jährige wurde zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt.

Zwei der Angeklagten hatten sich nur wenige Wochen vor der Tat wegen anderer Delikte vor dem Landgericht Gericht verantworten müssen. Der 20-Jährige hatte damals in der Berufungsverhandlung seine Strafe mildern können und eine Bewährungsstrafe bekommen. Dass er kurz darauf eine solche Tat beging, sei ein „Hammer“, sagte der Vorsitzende Richter Michael Kalde. „Einen krasseren Fall von Bewährungsversagen kann ich mir kaum vorstellen.“

Zwei der Angeklagten waren Stammkunden der Spielhalle. Als sie sich bei dem 20-Jährigen trafen, entwickelten sie die Idee mit dem Überfall. Um nicht erkannt zu werden, drehten die vier Männer ihre Bekleidung auf links, zogen Handschuhe an, stülpten Socken über die Schuhe, maskierten sich mit Mützen, Tüchern und Kapuzen und gingen so komplett vermummt durch Uslar.

Maskiert betraten sie die Spielhalle, bedrohten die Aufsicht mit einem Revolver und forderten Geld. Als die Mitarbeiterin ihnen erklärte, dass sie Alarm ausgelöst habe und deswegen alle Kassen verschlossen seien, machte sich einer der Männer an der Kasse zu schaffen. Dabei ertönte ein Alarmton, woraufhin die Täter ohne Beute flüchteten. Die Polizei kam dem Quartett später durch Zeugenhinweise auf die Spur.

Von Heidi Niemann

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