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Göttinger Lehrer protestieren gegen „Sparmaßnahmen“

Rote Karte für Heiligenstadt Göttinger Lehrer protestieren gegen „Sparmaßnahmen“

Protest gegen Bildungsabbau: Rund 70 Lehrer der Geschwister-Scholl-Gesamtschule (GSG) haben der niedersächsischen Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) am Montag, 17. März, demonstrativ die Rote Karte gezeigt.

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Zeigen ihren Unmut mit roten Karten: Lehrer der Geschwister-Scholl-Gesamtschule.

Quelle: Vetter

Göttingen. Mit dieser Aktion zeige das Kollegium „seinen Unmut über die geplante Arbeitszeitverordnung, in der die versprochene Altersermäßigung für Lehrkräfte aller Schulformen ab dem 55. Lebensjahr gestrichen werden soll“, sagte Katharina Runkel, Sprecherin der Schulgruppe der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an der GSG.

Diese „Sparmaßnahme“ gehe ebenso wie die Arbeitszeiterhöhung für Gymnasiallehrer zu Lasten derjenigen, die die bildungspolitischen Ziele der Landesregierung umsetzen sollen – der Lehrkräfte. Viele Lehrkräfte arbeiteten schon jetzt am Limit. Wenn die Landesregierung weiterhin an den Lehrkräften spare, sei dies das falsche bildungspolitische Signal, sagte Runkel.

Änderung der Arbeitszeitverordnung

Unterdessen geht die Auseinandersetzung um die Streichung der Altersermäßigung und die Arbeitszeiterhöhung für Gymnasiallehrer weiter. Nach dem Beschluss des Landtags im Dezember erfolge nun die Umsetzung dieser Maßnahmen durch die Änderung der Arbeitszeitverordnung, teilte die GEW mit. Das Kultusministerium habe dazu am Donnerstag, 20. März, eine mündliche Anhörung anberaumt.

Das nehmen weitere Schulen zum Anlass für öffentlichen Protest. Am Donnerstag beteiligen sich neben dem Kollegium des Hainberg-Gymnasiums auch das der Georg-Christoph-­Lichtenberg-Gesamtschule (IGS) an der GEW-Aktion „5 vor 12“ und zeigen Heiligenstadt ebenfalls die rote Karte. Das hätten die Lehrer der IGS in einer Personalversammlung beschlossen, teilte der Personalrat der Schule mit.

Mit der Aktion des ­Kollegiums solle aber vor allem „auf die besonderen Probleme“ der IGS hingewiesen werden. An der Schule seien von der Landesregierung „seit dem Jahr 2004 etwa 340 Lehrerstunden pro Woche abgebaut worden, das entspricht 15 Prozent der Lehrerstunden. Diese Kürzungen betreffen nicht nur das Kollegium, sondern gehen vor allem auch massiv zu Lasten der Schüler“, so der IGS-Personalrat.

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