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Göttinger Live-Clubs: Vom Vergnügen befreit

SPD-Antrag Göttinger Live-Clubs: Vom Vergnügen befreit

Den Göttinger Live-Clubs soll geholfen werden. Clubs, die mindestens 30 Live-Konzerte mit lokalen Bands im Jahr veranstalten, sollen künftig von der Stadt von der Vergnügungssteuer befreit werden. So sieht es ein Antrag der SPD vor, der in der jüngsten Ratssitzung einstimmig verabschiedet worden ist. Jetzt soll die Stadtverwaltung prüfen, inwieweit „privatwirtschaftliche Live-Musik-Clubs“ befreit werden können.

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Im traditionsreichen Nörgelbuff wird lokal gerockt: Bluesrock mit den Side Slip Indicators.

Quelle: Heller

Göttingen. SPD-Fraktionschef Frank-Peter Arndt erhofft sich davon eine „Belebung urbaner Qualität“. Die Clubs, „die nicht ausschließlich einem gewerblichen Zweck dienen, sondern auch Kulturförderung von lokalen Bands durch Quersubventionierung von kommerziellen Disco-Veranstaltungen leisten, sollen durch Verzicht der Stadt Göttingen auf die bisher abgeführte Vergnügungssteuer in ihrer Existenz unterstützt werden“, heißt es in der Antragsbegründung.Es sei im Interesse der Stadt, die vorhandenen Auftrittsmöglichkeiten für lokale Bands auch in den privaten Clubs zu erhalten.

Allerdings seien, so die Annahme der SPD, Konzerte mit lokalen Bands „oft verlustträchtig“, bereicherten aber das kulturelle Leben und die Attraktivität der Stadt. Die Clubs zu besteuern, entspreche nicht ihrem „kulturpolitischen Engagement“. Die SPD argumentiert, dass die Clubs etwa durch erhöhte Gema-Tarife, Künstlersozialkasse und steigende Kosten für Bühnentechnik einem „erheblichen Kostendruck“ ausgesetzt seien. Dieser „höhere finanzielle Aufwand“ für Live-Konzerte werde von den Clubs durch Mehreinnahmen bei Disco-Veranstaltungen aufgefangen.

Nach geltender Vergnügungssteuersatzung der Stadt werden unter anderem „Tanzveranstaltungen“ mit 15 Prozent der „Roheinnahmen“ besteuert. Mit rund 20 000 Euro fördert die Stadt über die Projektförderung des Vereins Rockbüro die Live-Musik-Clubs der Stadt.

Maria Gerl-Plein (Grüne) lobte den SPD-Antrag als „gute Idee“, mahnte gleichzeitig an, auch „mehr überregionale Bands nach Göttingen zu holen“. Marcel Pache (CDU) erklärte die Göttinger Live-Clubs für „unbedingt förderwürdig“. Tobias Schleuß (Piraten) stimmte zwar für den Antrag. Generell dürfe die Stadt nicht gerade stehen für die Einnahmen von „Quasi-Monopolisten“ wie die Gema.

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