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"Positiv bleiben“

Marktumfrage zu Extremwetter "Positiv bleiben“

Vollgelaufene Keller, überschwemmte Straßen – in den vergangenen Tagen hat der Dauerregen Göttingen und der Region erheblich zugesetzt. Weiterer Regen und Gewitter sind angesagt. Wird das Wetter immer unberechnbarer? Sind die Menschen beunruhigt? Nicht wirklich, wie die aktuelle Marktumfrage zeigt.

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Überschwemmungen nach dem jüngsten Hochwasser

Quelle: AIB

Göttingen. „Wir haben lange auf den Regen gewartet“, sagt Elke Mugge, die den Wochenmarkt bei jedem Wetter besucht. Trotzdem habe sie nicht mit solchen Wassermassen gerechnet. Auch Marktbesucherin Agnes Bauer kommt mit jedem Wetter klar, wie sie sagt. Ihr Rezept für schlechtes Wetter: „Man muss sich nur anpassen. Ich fahre bei jedem Wetter Rad und gehe auf den Markt.“

Wer von den Markt-Besuchern nicht so wetterfest ist wie Agnes Bauer, der scheint einfach in den vergangenen Tagen im Haus geblieben zu sein oder sogar das Land verlassen zu haben. Marktbesucherin Katharina Kohlrautz zum Beispiel war während des Unwetters im Urlaub und hat überhaupt nichts von dem Dauerregen abbekommen, wie sie erzählt. Bei dem Starkregen vor einigen Wochen sei allerdings ihr Keller überschwemmt worden. Freundin Kirsten Sickora sagt, dass sie in den vergangenen Tagen auch keine Probleme mit dem Wetter gehabt habe. Ein paar Meter weiter erklärt Erika Gevert, dass durch das viele Wasser zwar ihre Rosen eingegangen seien, aber Göttingen jetzt den großen Sturm überstanden und nichts mehr zu befürchten habe.

Auch Standbetreiber Jan Oppermann aus Barterode, der Blumen und Gemüse auf dem Göttinger Wochenmarkt anbietet, hat von dem Dauerregen nichts abbekommen. Damit ist er unter den Verkäufern allerdings eine Ausnahme. Doris Grothe erzählt beispielsweise, dass ihre Folientunnel samt Tomaten „abgesoffen“ seien. „Auch meine Zwetschenbäume und Himbeersträucher hat es erwischt“, sagt die Verkäuferin aus Katlenburg. Sie denke aber auch, dass das Schlimmste überstanden sei.

Standbetreiber Patrick Houdaert kommt aus der Nähe von Goslar und konnte wegen des Kathastrophenalarms einen Tag nicht rausfahren und seine Ware verkaufen. „Es war nicht schön“, sagt der Fischverkäufer, „aber im Vergleich zu einem guten Freund, dessen Keller unter Wasser steht, war es doch nicht so schlimm.“

Auch der Keller von Marktbesucherin Svetlana Medvedeva hat etwas abbekommen, aber das sei ebenfalls nicht weiter schlimm gewesen. Jonas Marionneau aus Witzenhausen ist auch größtenteils vom Dauerregen verschont geblieben, hat die Zeit, in der er nicht zum Verkauf rausfahren konnte, aber gut genutzt: „Wir haben Knoblauchzöpfe geflochten.“ Markt-Besucherin Karin Engelhardt befürchtet lediglich, dass sich das Wasser jetzt seinen Weg herunter in die Innenstadt bahnen könnte.

Darüber macht sich Familienvater  Philipp Klötzer jedoch keine Sorgen. Die Göttinger dürften sich eben von dem Wetter nicht „ins Boxhorn“ jagen lassen, sagt auch Jörg Urbanek. „Da muss man dem Wetter die Stirn bieten und positiv bleiben.“ Der Meinung scheinen die meisten Göttinger Marktgänger zu sein. Johannes Reuß sagt: „Meine Vögel auf dem Balkon haben sich über den Regen gefreut“ - und lacht. kf

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