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Göttinger Missbrauchsprozess: Angeklagter freigesprochen

Freispruch, aber nicht unschuldig Göttinger Missbrauchsprozess: Angeklagter freigesprochen

Das Gericht ist überzeugt, dass der 36 Jahre alte Angeklagte sich sexueller Übergriffe gegen seine damals elfjährige Stieftochter schuldig gemacht hat. Dennoch hat die Jugendschutzkammer des Landgerichts den Handwerker aus dem Untereichsfeld am Donnerstag vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs und der Vergewaltigung des Kindes freigesprochen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Die Aussagen des Mädchens seien nach Überzeugung des Gerichts erlebnisfundiert gewesen, jedoch nicht hinreichend konkret, um eine Verurteilung zu tragen. „Im Zweifel für den Angeklagten“, soder Vorsitzende Michael Kalde.

Schon eine Glaubwürdigkeits-Sachverständige hatte darauf verwiesen, dass das Mädchen sich keinesfalls eine Geschichte ausgedacht habe, „auch nicht mit der Oma“, erklärte Kalde.

Es habe aber so viele Veränderungen in den Aussagen gegeben, dass einzelne Taten nicht isoliert zu verurteilen waren. Einzig wegen einer Körperverletzung – ein Schlag auf den Po – wurde der Angeklagte zu 30 Tagessätzen verurteilt.

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Aussage abgeschwächt

Hat sie den geschilderten sexuellen Missbrauch mit erst zehn Jahren wirklich erlebt, oder hat sie sich die schweren Vorwürfe gegen den Stiefvater ausgedacht? Diese Frage sollte am Freitag eine Glaubwürdigkeitsgutachterin vor der Jugendschutzkammer des Landgerichts klären.

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