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Göttinger Sparkasse prüft Nutzung des ehemaligen Institutsgeländes

Poker ums Filetstück Göttinger Sparkasse prüft Nutzung des ehemaligen Institutsgeländes

Die Sparkasse Göttingen hat ein Auge auf das brachliegende Gelände neben der Zoologie am Groner Tor geworfen. Hier, wo einst das tierärztliche Institut der Universität stand, könnte ein neues Verwaltungsgebäude für das Kreditinstitut entstehen.

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Brache im Zentrum: das ehemalige Institutsgelände.

Quelle: Meder

Göttingen. Hintergrund sind die auslaufenden Mietverträge der Sparkasse für das Haus Weender Straße 65. 2016 muss die Sparkasse ausziehen und will mehrere Abteilungen künftig unter einem Dach zusammenlegen. „Wir suchen nach einer Lösung“, bestätigt Sparkassen-Chef Rainer Hald.

Nach Tageblatt-Informationen gibt es für einen Sparkassenneubau am Groner Tor neben der Zoologie schon konkrete Vorplanungen der Sparkasse. Noch, so berichtet Harald Noack, Mitglied im Verwaltungsrat der Sparkasse, seien die aber kein Thema in dem Gremium gewesen.

„Das Thema Zoologie ist eine Option“, sagt Hald. Bestätigen will er konkrete Pläne nicht. Er ergänzt aber: „Sollte die Wahl auf das Zoologie-Gelände fallen, werden wir auch die Außenflächen ansprechend gestalten“, sagt Hald mit Blick auf das von der Universität geplante Haus des Wissens im Gebäude der Zoologie.

Sparkasse prüft innenstadtnahe Standorte

Dort sollen künftig Exponate aus den verschiedenen Uni-Sammlungen einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel mahnte in der Januarsitzung des Kulturausschusses eine „ansprechende Architektur“ vom neuen Nachbarn an.

Derzeit prüfe die Sparkasse drei innenstadtnahe Standorte und zwei außerhalb, erläutert Hald die Sparkassen-Planungen, ohne dabei ins Detail gehen zu wollen. Einer der Innenstadt-Standorte ist die jetzt als Parkplatz genutzte Fläche zwischen Stadtwerke-Parkhaus und der Marienkirche, ebenfalls am Groner Tor.

Dieses Grundstück befindet sich im Besitz der Kirche, die plant, hier ein Haus der Diakonie zu bauen. Konkrete Überlegungen der Kirche dazu gibt es bereits seit Ende 2012.

„Eine Hotelnutzung muss realisiert werden“

Die Göttinger Verwaltungsspitze hat bei den Planungen für das ehemalige Institutsgelände, stets betont, dass sie für den Standort den Bau eines Hotels wünscht. Stadtbaurat Thomas Dienberg bekräftigte gestern gegenüber dem Tageblatt diesen Standpunkt.

„Eine Hotelnutzung muss realisiert werden“, sagt er. Sollte die Planung für ein solches Hotel relativ klein ausfallen – Dienberg spricht von 80 bis 100 Betten –, dann wären durchaus auch weitere Nutzungen auf dem Gelände möglich.

Inzwischen hat sich auch Borzou Rafie-Elizei um einen Hotelneubau auf dem Gelände am Groner Tor beworben. Der Geschäftsführer der EBR Projektentwicklung GmbH bestätige das gestern auf Anfrage. „Ich will das im Moment nicht groß kommentieren. Das Verfahren läuft“, sagt Rafie-Elizei, der auch auf dem ehemaligen Gelände des IWF am Nonnenstieg als Investor auftritt.

Quadratmeterpreis in kurzer Zeit gestiegen

Auch Christiane Leinemann, Eigentümerin und Betreiberin des Intercity-Hotels und des Hotels Astoria, hat sich beworben und, wie ihr Mann Friedel sagt, eine umfangreiche Bewerbung abgegeben. „Wir haben erfüllt, was die Stadt will“, sagt er.

Pläne für ein Hotel mit 100 Zimmern und 200 Betten im Zwei-Sterne-Bereich hätten sie vorgelegt. Den ersten Kontakt habe es vor einem Jahr gegeben. Als merkwürdig bezeichnet Leinemann, dass der Quadratmeterpreis, den die Stadt erzielen will, in kurzer Zeit von 180 auf 220 Euro gestiegen sei.

Trotz allem ist Leinemann weiter interessiert. Dienberg will sich gegenüber dem Tageblatt nicht zu den Interessenten und Details äußern und beruft sich auf das laufende Verfahren. Vor vier Jahren war ein niederländischer Investor, der von der Stadt den Zuschlag bekommen hatte, kurzfristig abgesprungen. Seitdem sucht die Stadt Ersatz.

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