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Göttinger Stadtwerke bauen dritte Wasserkraftanlage

Wasserfall an ehemaliger Springmühle Göttinger Stadtwerke bauen dritte Wasserkraftanlage

Die Göttinger Stadtwerke wollen an der Grone-Quelle die Kraft des Wassers nutzen und dort Strom erzeugen – in ihrem dritten Wasserkraftwerk. Etwa 50 000 Kilowattstunden Strom soll die kleine Anlage im Jahr produzieren, „allerdings nur für den Eigenbedarf unserer Gebäude und Anlagen“, sagt Stadtwerkesprecher Klaus Plaisir. Dafür investiere die AG 80 000 Euro.

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Genug Kraft für ein Wasserrad: Die Stadtwerke wollen an der Springmühle bei Grone Strom erzeugen.

Quelle: Hinzmann

Grone. Das Prinzip ist einfach: Ein 2,5 Meter hoher Wasserfall soll eine Art Mühlrad antreiben und nach dem Dynamoprinzip in einem Generator Strom erzeugen. Warum es an der Wassergewinnungsanlage Springmühle einen kleinen Wasserfall gibt, lasse sich schon aus ihrem Namen ableiten, so Plaisir. Dort gab es früher eine richtige Mühle.

Um das Mühlrad anzutreiben, wurde die Grone abgezweigt, gestaut und über den bis heute erhaltenen Fall geführt. Das alte Mühlrad existiert nicht mehr, aber an seiner Stelle soll künftig das neue Wasserrad für eine Strommühle mit einer Leistung von acht Kilowatt drehen. Das Genehmigungsverfahren laufe, so Plaisir.

Bis zu 450 000 Kilowatt Strom

Die Stadtwerke produzieren bereits Strom aus Wasserkraft:  An der Stegemühle in Geismar nutzen sie ebenfalls das künstlich geschaffene Gefälle einer früheren Mühle am Leinegraben, um zwei Turbinen anzutreiben. Je nach Wasserstand der Leine liefern sie nach Angeben des Unternehmens bis zu 450 000 Kilowatt Strom, mit dem mehr als 100 Haushalte versorgt werden können.

In Weende betreiben die Stadtwerke und die Harzwasserwerke gemeinsam eine Rohrturbine – eine Art Schneckenrad in einer Leitung – um jährlich 700 000 Kilowatt Strom zu erzeugen. Dabei nutzen sie das etwa 170 Meter hohe Gefälle eines großen Rohres, mit dem Wasser aus der Sösetalsperre im Harz nach Göttingen fließt und mit dem Göttinger Grundwasser vermischt wird, bevor es in das Göttinger Frischwassernetz fließt.

Abgesehen von der Idee, mit Wasser regional regenerative Energie zu nutzen, nennt Plaisir einen weiteren umweltschonenden Aspekt der Wasserkraft: Nur durch die beiden bestehenden Anlagen blieben rund 550 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr erspart, die klassische Stromanlagen ausstoßen.

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