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Göttinger Studenten können mit ihrem Semesterticket nun auch Bus fahren

„Zum Unisport fahre ich mit dem Rad“ Göttinger Studenten können mit ihrem Semesterticket nun auch Bus fahren

„Das Bus-Semesterticket in Göttingen einzuführen, finde ich schon sinnvoll“, sagt Studentin Marie Bengsch (23). „Viele Studierende wohnen ja auch weiter weg, in Weende oder Geismar. Da wäre die Strecke mit dem Fahrrad zu lang.“

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Regenwetter schränkt Studierende bald nicht mehr ein: Ab Oktober können sie den Bus mit einem Semesterticket nutzen.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Sie selbst will die Busse aber nach der Einführung des Tickets im kommenden Wintersemester nicht öfter benutzen als jetzt – „zweimal im Jahr, zum Beispiel bei Schnee“.

Mit einer Mehrheit von 56,4 Prozent hatten sich die Göttinger Studierenden im Rahmen der Hochschulwahlen im Januar neben dem Zug-Semesterticket und dem Kultur-Ticket auch erstmals für das Bus-Semesterticket ausgesprochen.

M. Bengsch

M. Bengsch

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Das Ticket wird ab Oktober für zwei Semester bis Ende September 2015 angeboten, zeitgleich zum Wegfall der Studiengebühren. Pro Semester muss jeder Göttinger Studierende dann 26,90 Euro zahlen und kann jeden Stadtbus und die Busse nach Rosdorf und Bovenden der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) nutzen.

„Das Thema ist vielen Studierenden wichtig“

„Wir freuen uns, dass wir für die Studierenden so ein gutes Angebot aushandeln konnten“, sagt der Vorsitzende des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) und Semesterticket-Beauftragte Tobias Scholz. Bereits im April 2013, nach der Gründung des aktuellen AStA, hatte er im Verkehrsbeirat sowie beim Treffen mit den GöVB die Verhandlungen für das Bus-Semesterticket aufgenommen.

Im November 2013 organisierte Scholz eine Umfrage im Internet zum Verbesserungsbedarf der Göttinger Buslinien, an der 7310 Studierende teilnahmen. „Diese repräsentative Teilnehmerzahl zeigt uns, dass das Thema Bus-Semesterticket vielen Studierenden wichtig ist“, sagt Scholz.

Die aus der Umfrage gewonnenen Informationen werden in der Planung einer neuen Taktung der Buslinien miteinbezogen und im kommenden Spätherbst mit einem neuen Liniennetz verwirklicht. Im neuen Netz soll unter anderem die Campus-Linie 51 besonders zu Stoßzeiten besser angebunden sein. Außerdem soll es eine regelmäßigere Anbindung zum Nordcampus geben.

Göttingens Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD) begrüßt die Einführung des Bus-Semestertickets. Jedoch sehe auch er, dass es bei der Umsetzung noch Verbesserungsbedarf gebe: Etwa die Anbindung der Busse, welche die Wochenend-Rückkehrer am Sonntagabend nutzen, um vom Bahnhof aus nach Hause zu fahren, könne noch optimiert werden.

A. Kübler

A. Kübler

Quelle:

„Ich freue mich über das Semesterticket“

In einer Umfrage des Tageblatts zeigte sich der Großteil der Studierenden zufrieden mit dem zukünftigen Bus-Service.

„Wenn die Busse später am Abend fahren würden, dann würde ich das Bus-Semesterticket wahrscheinlich nutzen, zum Beispiel wenn ich bis nachts bei Freunden zu Besuch bin“, sagt Marie Bengsch (23). Tagsüber brauche sie es allerdings nicht, da sie in der Innenstadt wohne. „Selbst zum Unisport fahre ich mit dem Fahrrad.“

„Ich freue mich über das Bus-Semesterticket“, sagt Alexandra Kübler. Die 20-Jährige wohnt in Geismar und fährt im Winter ohnehin mit dem Bus anstatt mit dem Fahrrad. Den Preis finde sie auch angemessen: „26,90 im Semester kann man auf jeden Fall in das Ticket investieren.“

Fahrradfahren ist gesund

C. Oberheu

C. Oberheu

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„Zum Fitnesszentrum des Hochschulsports (FIZ) fahren leider nicht so viele Busse. Mit dem Fahrrad ist das ein ganz schön langer Weg dahin“, sagt Clara Oberheu (22). Wenn diese Strecke ab Oktober besser angebunden werde, würde auch sie den Service öfter nutzen. „Um Freunde zu besuchen, fahre ich aber auch manchmal mit dem Bus“, sagt die 22-Jährige.

„Mit dem Bus-Semesterticket hat man endlich die Möglichkeit, auch einmal spontan weiter wegzufahren, ohne dabei vom Wetter abhängig zu sein“, sagt Valeska Hintzke (21). Etwa zum Uni-Kino im Klinikum wäre der Weg mit dem Bus angenehmer.

Mit dem Fahrrad fahren sei gesünder, deshalb fahre er sowieso nie Bus, erzählt der 20-jährige Nigel Bier. „Höchstens nachts nach dem Feiern würde ich auch mal den Bus nutzen.“ Den Preis findet er allerdings super: „Es lohnt sich schon, das einmal pro Semester zu bezahlen.“

von Melissa Ebert

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