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Göttinger Tafel und St.-Jacobi: Superintendent Selter schaltet sich ein

Mietstreit Göttinger Tafel und St.-Jacobi: Superintendent Selter schaltet sich ein

Göttingens Superintendent Friedrich Selter bedauert, dass die Verhandlungen zwischen der Tafel und der evangelischen St.-Jacobi-Gemeinde über einen künftigen Mietvertrag ins Stocken geraten sind. Seinem Kenntnisstand nach dürfte aber „absolut kein Problem sein, eine gütliche Regelung“ zu finden“, meint Selter.

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Innenstadtkirche: St. Jacobi.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Derzeit streiten sich die Tafel und die Gemeinde um einen neuen Mietvertrag und die zu zahlende Miete. Seit 1995 nutzt die Tafel Räume der Gemeinde für ihre Ausgabestelle in der Jüdenstraße. Im bestehenden Mietvetrag ist Mietfreiheit vereinbart worden. Das will die Kirchengemeinde ändern und will eine Miete erheben. Sie hat den Mietvertrag zum 30. Juni gekündigt.

Er schätze den Betrieb der Tafel sehr, sagt Selter. Es sei aber legitim, dass die Gemeinde nun Miete verlangt. Das sei doch ein ganz normaler Vorgang. Es seien in den vergangenen 18 Jahren erhebliche Leistungen der Gemeinde für die Tafel erbracht worden. Zudem gebe es in dem Fachwerkhaus einen Sanierungsstau.

„Diakonischer Mietzins“ oder „Verhandlungsbasis“?

Inzwischen hat der Sozialausschuss des Rates einen städtischen Zuschuss an die Tafel von jährlich 3000 Euro bewilligt. „Dieser Betrag ergab sich aus einer Verabredung im vorigen Jahr“, erläutert Sozialdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck (SPD). Damals stand eine Mietforderung der Gemeinde von jährlich 12 000 Euro im Raum.

Gemeinsam mit Selter hat es im Juli ein Treffen des Kirchenkreises, der Stadt, der Jacobi-Gemeinde und der Tafel gegeben. Dort, so Schlapeit-Beck, sei als Modell vereinbart worden, dass jede der beteiligten vier Parteien ein Viertel der geforderten Summe aufbringt.

In dem Gespräch im Juli hatte Torsten Berghaus vom Kirchenvorstand laut Gesprächsprotokoll bei den monatlich 1000 Euro noch von einem „diakonischen Mietzins“ gesprochen. Inzwischen betont er gegenüber dem Tageblatt, dass diese 1000 Euro Monatsmiete lediglich als „Verhandlungsbasis“ gedacht waren.

„Ein unverzichtbares soziales Angebot"

Er selbst geht davon aus, dass ein Quadratmeterpreis von sechs Euro bis 6,50 Euro realistisch sind. Es gehe der Gemeinde nicht um „Beutelschneiderei“. „Wenn es uns um Gewinnstreben ginge, würden wir ganz anders vorgehen“, sagt er. Die Gemeinde brauche die Einnahmen, für die Instandhaltung des Gebäudes.

Schlapeit-Beck hofft auf eine Einigung, da die Tafel seit Jahren Probleme habe, geeignete neue Räume in der Innenstadt zu finden. „Für die Stadt Göttingen ist die Tafel ein unverzichtbares soziales Angebot der Grundversorgung, dass es unbedingt zu erhalten gibt.“

Die dort geleistete ehrenamtliche Arbeit sei „wirklich großartig“. Auch das Engagement der Gemeinde werde seitens der Stadt gewürdigt. „Ich hoffe, dass es noch eine einvernehmliche Lösung in der Angelegenheit geben wird. Wenn ich in dem Streit weiter helfen kann, werde ich das auch gerne übernehmen.“

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