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Göttinger Windräder: Debatte geht weiter

Viele offene Fragen Göttinger Windräder: Debatte geht weiter

Acht von neun Göttinger Ortsräten unterstützen Pläne der Stadt, vorzeitig bestimmte Flächen für Windräder festzulegen. Die Beschlüsse seien überwiegend einstimmig gefallen, informierte Stadtplaner Hans-Dieter Ohlow den Umweltausschuss des Rates. Dieses Ergebnis überrascht nach Protesten gegen bereits avisierte Standorte im Vorfeld. Auch im Umweltausschuss kritisierten Bürger erneut die Pläne der Stadt – vor allem aus der Siedlung Deppoldshausen und aus Groß Ellershausen.

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Quelle: Kunze (Symbolbild)

Göttingen. Windenergie und die Suche nach Standorten für Windräder beschäftigen die städtischen Gremien seit Wochen. Zurzeit könnten Investoren nahezu überall in der Stadt Windräder bauen – oder zumindest eine Genehmigung beantragen, so Ohlow.

Allerdings müssten sie dabei so viele Vorschriften beachten, dass es bisher gar keine Anträge gebe. Um trotzdem den Bau von Windenergieanlagen zu kanalisieren, will die Stadt über einen Teilflächennutzungsplan wenige, aber  wirklich geeignete Bereiche ausweisen.

In einem ersten Schritt hatte die Verwaltung elf Flächen vorgeschlagen und dabei Faktoren wie Wind, Schutzgebiete und Bebauung geprüft.

Schon jetzt zeichne sich ab, dass ein Potenzialgebiet oberhalb von Elliehausen wegfallen werde, so Ohlow.

Dort schließe ein Modellflugplatz den Bau von Windrädern aus. Von den Ortsräten habe nur Groß Ellershausen / Hetjershausen / Knutbühren die Vorlage abgelehnt.

Er fordere größere vorgegebene Abstände von Windrädern zu Wohngebieten – auch in kleinen ländlichen Siedlungen. Der jetzige Plan sei nur ein erster Schritt, betonte Ohlow.

Wenn der Rat zustimmt, würden die Flächen weiter und detaillierter begutachtet. Dann würden auch weitere Ausschlussfaktoren für Windräder wie Tierwelt, Schattenwurf und ähnliches berücksichtigt.

Den Ausschussmitgliedern und protestierenden Bürgern reichte das nicht. Die bisher aufgeführten Abstände zum Beispiel basierten auf alten Daten und Empfehlungen, monierte die CDU.

Dabei blieben die modernen „ganz anders dimensionierten“ Windräder unberücksichtigt. Auch Bürger aus Deppoldshausen und Groß Ellershausen fürchten, „dass so riesige Anlagen das Bild der ganzen Stadt verändern werden“.

Und sie können nicht verstehen, warum Windradstandorte „so eilig und überstürzt“ festgelegt werden sollen.

Die Grünen fordern, dass FFH-Bereiche und der damit verbundene Schutz für Tiere und Pflanzen deutlich mehr Gewicht bekommen müssten.

Und beratende Mitglieder des Gremiums vermissen den Blick auf weitere schützenswerte Bereiche wie Zugvögel und Fledermäuse.

Schließlich vertagte der Ausschuss eine Entscheidung, ob der Teilflächennutzungsplan weiter bearbeitet werden soll.

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Mehrheit in Groß Ellershausen

Mit großer Mehrheit hat sich der Ortsrat von Groß Ellershausen, Hetjershausen und Knutbühren gegen die Aufstellung eines Teilflächennutzungsplan Windenergie (Tageblatt berichtete) ausgesprochen. Einzig  Heidrun von der Heide und Ralf Krummacker von der SPD sprachen sich dafür aus, dass die Verwaltung dieses Planungsinstrument für die Festlegung von Vorranggebieten für Windenergieanlagen erstellt.

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