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Göttinger wollen Möglichkeiten des neuen Personalausweises nicht nutzen

Online-Funktion? „Nein danke“ Göttinger wollen Möglichkeiten des neuen Personalausweises nicht nutzen

Ab zum Fotografen, Passbild entsprechend der Vorschriften anfertigen lassen, und dann mit dem Fotoabzug des eigenen Konterfeis ab zum Einwohnermeldeamt, um den abgelaufenen Personalausweis zu erneuern. Das Papier-Lichtbild könnte allerdings bald ausgedient haben.

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Gibt bei der Stadt Göttingen einen der neuen Personalausweise aus: Norbert Niedzwiecki vom Einwohnermeldeamt.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Grund: Seit Anfang März erprobt die Stadt Göttingen im Rahmen eines Pilotprojektes unter Federführung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik die verschlüsselte Übermittlung der Fotodateien für den Personalausweis per De-Mail – vom Fotografen direkt zur Ausweis-Behörde.

Derzeit sind es zwei Fotogeschäfte in Göttingen, die die neue, verschlüsselte Übertragungstechnik testen. Der Kunde bekommt eine Dateinummer, mit der wiederum die Behörde das Bild abrufen kann. Genutzt wird das bisher „nur marginal“, technisch funktioniere bis jetzt aber alles ohne größere Probleme, teilt die Stadtverwaltung auf Nachfrage mit.

Während immer neue Techniken entwickelt werden, tendieren die Göttinger aber augenscheinlich eher zum Vertrauten. Seit Oktober 2010 gibt es den neuen Personalausweis, mit dem man viel mehr kann, als sich nur auszuweisen.

Keine Behördenangelegenheiten ohne Rathaus

Sich online ausweisen zum Beispiel, wenn etwa eine Versicherung abgeschlossen, ein Bankkonto eröffnet oder eine Meldebescheinigung beantragt wird. So heißt es in der Broschüre, die jeder Bürger, der den neuen Personalausweis beantragt, erhält.

Soweit die Theorie. Doch die Praxis ist davon weit entfernt. Laut Göttinger Einwohnermeldeamt haben inzwischen 28 333 Göttinger einen neuen Personalausweis mit Online-Funktion, aber rund 76 Prozent davon haben sich die Online-Funktion sperren lassen, wollen diese also gar nicht nutzen.

Und selbst wenn sie es wollten: In Göttingen kann der Bürger derzeit gar keine Behördenangelegenheiten  erledigen, ohne selbst ins Rathaus zu kommen, so die Verwaltung auf Tageblatt-Anfrage.

Hinzu kommt, dass man für die Nutzung der Online-Funktion zudem ein Lesegerät benötigt. Allerdings, so ergab eine Stichprobe des Tageblattes, im örtlichen Elektronikhandel gibt es keine solche Geräte zu kaufen. „Das müssen sie sich online bestellen“, meint ein Verkäufer lapidar.

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