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„Goodbye Anne-Frank-Schule“ in Rosdorf

„Kalle war super“ „Goodbye Anne-Frank-Schule“ in Rosdorf

Ein bisschen Wehmut war bei allen zu spüren. Immerhin haben sie hier einen wesentlichen Abschnitt ihres Lebens verbracht. Am Sonnabend trafen sich etwa 80 ehemalige Schüler und Lehrer an ihrer früheren Schule. Kai Hillmann, selbst vor einigen Jahren Hauptschüler in Rosdorf, hatte die Idee, zu dem Treffen an alter Wirkungsstätte.

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Wiedersehen auf dem Schulhof: Fürs Gruppenfoto rückt ein Teil der Ehemaligen der Anne-Frank-Schule zusammen.

Quelle: Heller

Rosdorf. „Ich hatte gehört, dass die Schulgebäude abgerissen werden sollen“, so der junge Mann. Deshalb rief er per Facebook zu dem Treffen unter dem Motto „Goodbye Anne-Frank-Schule“ auf.

Auf dem Schulhof bildeten sich zunächst Grüppchen, Freunde von einst standen auch nun wieder beisammen. Dann  bildeten sich neue Gesprächsgruppen. Immerhin gab es viele gemeinsame Erinnerungen. Und die wurden reichlich ausgetauscht. Mittendrin einige Lehrer – manche inzwischen pensioniert wie etwa Ursula Mühlbrandt, andere wie Sportlehrerin Birgit Dunemann nun an anderen Schulen tätig.

Mühlbrandt unterrichtete einst Mathe und Naturwissenschaften. An viele Gesichter ehemaliger Schüler könne sie sich noch gut erinnern, sagte sie, andere begrüßte sie an diesem Sonnabend sogar mit Namen und freundschaftlicher Umarmung. Überhaupt herrschte bei diesem ungewöhnlichen Treffen eine entspannte Atmosphäre.

Klima war schön

Konnten – oder mochten – sich doch die meisten an nichts Negatives erinnern. „Das Klima hier an der Schule war schön“, versicherte die ehemalige Schülerin Sarah Lorke, und Sportlehrerin Dunemann meinte, die Gemeinschaft an der Anne-Frank-Schule sei „wie eine Familie“ gewesen. Auch Bianca Koch, die 1996 ihren Abschluss machte, betonte: „Ich habe ganz tolle Erinnerungen an die Schule.“ Sie zählte einige Beispiele auf: „Klassenfahrten, Abschlussfeiern, die Nachmittagsangebote…“

Immer mehr Erinnerungen fielen den Ehemaligen ein. „Da hinten haben wir immer geraucht“, sagte eine ehemalige Schülerin, ein anderer brachte das Gespräch auf die Streiche von einst, andere nannten spontan Beispiele: einen mit Ballons gefüllten Bürotrakt, Stinkbomben, ein dekoriertes Pädagogenauto und allerlei mehr. „Damals war es in, Zehn-Pfennig-Stücke an der Kette zu tragen“, erinnerte sich Koch und gestand: „Wir haben deshalb damals drei große Locher geschrottet.“

„Kalle war super“

Immer wieder betonten die ehemaligen Schüler, wie toll die Lehrer waren. Auch Christian Sorge, der 1983 die Anne-Frank-Schule verließ, lobte das „gute Verhältnis“ zu den Lehrern. Einer der Pädagogen, von denen Generationen von Schülern besonders angetan waren, war Karl-Friedrich Jünemann.

Holger Beckmann etwa, der 1994 von der Schule abging, sagte, er habe „beste Erinnerungen“ an seinen ehemaligen Klassenlehrer. „Kalle war super“, bestätigte Ex-Schüler Hillmann. „Der hat mal mit einen Schlüsselbund nach mir geworfen“, erinnerte sich der junge Mann und lachte. Und als später der viel gelobte Jünemann auf dem Schulhof eintraf, freute sich nicht nur Hillmann ganz besonders über das Wiedersehen. Am Ende waren alle ein wenig wehmütig: „Goodbye Anne-Frank-Schule.“

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Von Redakteur Britta Eichner-Ramm

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