Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
Gratisrollenspieltag in Göttingen bietet etwa 80 Besuchern Spaß

Abtauchen in Abenteuerwelten Gratisrollenspieltag in Göttingen bietet etwa 80 Besuchern Spaß

„Man kann Spaß haben, obwohl man am Ende vielleicht an der Aufgabe grandios scheitert“, beschreibt Alexander Meier, was ihn am Rollenspiel fasziniert. Der 31-jährige Doktorand ist einer von etwa 80 Besuchern des zweiten Gratisrollenspieltages, den das Göttinger Studentenwerk am Sonnabend in eigenen Clubräumen ausgerichtet hat.

Voriger Artikel
Höhere Anliegerbeiträge in Göttingens Innenstadt?
Nächster Artikel
Raubüberfall auf Kiosk in Göttingen

„The One Ring“: Spielleiter Ulrich Drees führt in das Rollenspiel ein, das in Tolkiens („Herr der Ringe“) Mittelerde angesiedelt ist.

Quelle: Heller

Göttingen. Zwölf Spielrunden habe es gegeben, davon sogar zwei englischsprachige Runden, bilanziert Jonas Richter am späten Nachmittag.

Auch Irene Ruiz und Tybalt Lopez aus Spanien tauchen in Göttingen für ein paar Stunden in Abenteuerwelten ab. Die beiden absolvieren zurzeit in Heiligenstadt ein freiwilliges ökologisches Jahr. Zum Gratisrollenspieltag reisten sie an, weil sie große Fans des Rollenspiels sind. Schnell finden sich Mitspieler für eine Runde „Pathfinder“. Unter ihnen ist auch Wilhelm Ritz, der nach eigenen Aussagen häufig quer durch Deutschland zu Rollenspieltagen unterwegs ist.

Während auf dem Tisch noch Kekse und Getränke bereitgestellt werden, packt Richter in seiner Rolle als „Pathfinder“-Spielleiter schon einmal ein Säckchen mit bunten, mehreckigen und mit seltsamen Symbolen und Zeichen versehenen Würfeln aus.

„The One Ring“

Nebenan erläutert gerade Urlich Drees als Spielleiter von „The One Ring“ den Protagonisten des Spiels ihre Aufgaben und die Handlung – vor sich eine fantasievoll gestaltete Ansicht einer Stadt in Mittelerde. Das Abenteuer spielt nämlich dort, wo schon die Handlung aus J.R. Tolkiens Fantasy-Triologie „Herr der Ringe“ angesiedelt war.

Alexander Meier und seine Mitstreiter wählen sich ihre Rollen aus und vertiefen sich in den Charakter der Figuren. „Das Eintauchen in eine andere Welt fasziniert mich“, betont Meier, „weil man viel mehr Möglichkeiten hat, etwas auszuprobieren, als in der reglementierten, begrenzten realen Welt.“

„Man kann Spaß haben, obwohl man am Ende vielleicht an der Aufgabe grandios scheitert“, beschreibt Alexander Meier, was ihn am Rollenspiel fasziniert.

Zur Bildergalerie

Seit 17 Jahren Rollenspieler

Spielleiter Drees ist seit 17 Jahren begeisterter Rollenspieler. „Das ist wahnsinnig unterhaltsam und man lernt Leute in spannenden Situationen kennen“, begründet der 46-jährige Göttinger seine Vorliebe. Rollenspiel sei „kommunikativ“, so Drees, und „eine angenehme intellektuelle Herausforderung“.

Rollenspiel sei eine Weiterentwicklung des klassischen Gesellschaftsspiels und habe seine Wurzeln im Schachspiel, erläutert Jonas Richter. Im 19. Jahrhundert hätten Offiziere das Schachspiel – um Würfelregeln ergänzt – zu taktischen Übungszwecken gespielt. In den 1960er-Jahren seien in den USA Kriegsspiele in Mode gekommen. Aus den Rollenspielen – „Dungeons and Dragons“ etwa gilt als erstes sogenanntes Pen-and-Paper-Rollenspiel – hätten sich Computer-Rollenspiele entwickelt.

In Göttingen würden zurzeit etwa 100 Leute zur Pen-and-Paper-Rollenspielszene zählen, so Richter. „Groll“ nennt sich der Göttinger Rollenspiel-Treff, dessen Teilnehmer sich abwechselnd mittwochs und freitags um 19.30 Uhr treffen. Verabredungen werden via Facebook oder Blog ( rpg-goettingen.blogspot.de) getroffen.

An den Spieltischen in den Clubräumen des Studentenwerks werden am Sonnabend allerlei Abenteuer durchgespielt. Ob Doktorand Meier am Ende die Aufgabe in Mittelerde erfüllte, ist nicht bekannt. Klar ist aber, dass er in seiner Rolle an diesem Tag wieder „Spaß hatte“.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeigenspezial
Der Wochenrückblick vom 11. bis 17. November 2017
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt