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Größte Nikolausparty Deutschlands in Göttingen

Wochenend-Kolumne Größte Nikolausparty Deutschlands in Göttingen

In den Hörsälen der Göttinger Universität steigt am heutigen Sonnabend, 5. Dezember, die angeblich größte Nikolausparty Deutschlands. Zur schon traditionellen Aufführung des Films „Die Feuerzangenbowle“ werden bis zu 12 000 Besucher erwartet.

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Der 1944 gedrehte Streifen mit Heinz Rühmann in der Hauptrolle wird zwischen 19 und 2 Uhr ohne Unterbrechung in den fünf größten Hörsälen gleichzeitig gezeigt. Zwei Vorstellungen hat das Tageblatt übrigens für seine Leser belegt.

Das Göttinger Symphonie Orchester, Jazz- und Soulbands sowie Göttinger Discjockeys gestalten ein musikalisches Rahmenprogramm. Die „Feuerzangenbowle“ wurde erstmals in den 80ern in der Adventszeit an der Göttinger Uni präsentiert. Seitdem wird die Veranstaltung jedes Jahr wiederholt, die Besucherzahlen stiegen auf mehr als 10 000 an. Bei den entsprechenden Passagen des Films klingeln im Publikum Hunderte Wecker gleichzeitig, Dialoge werden Minuten lang mitgesprochen, Wunderkerzen brennen. Viele Besucher verkleiden sich als Engel, Nikoläuse oder Weihnachtsmänner. Kurzum: Das Ganze hat längst Kult-Status.

Die Göttinger Wissenschaftswelt indessen feiert seit Donnerstag eine besondere Ehrung: Prof. Stefan Treue, ist für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Aufmerksamkeits-Forschung ausgezeichnet worden. Mit dem so genannten Leibnizpreis, dem höchstdotierten deutschen Forschungsförderpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 2,5 Millionen Euro – das kann sich sehen lassen. Die einzige Frau unter den zehn prämierten Forschern deutschlandweit, Petra Schwille, können wir ein wenig auch zur Göttinger Forschungsszene rechnen, auch wenn sie 2002 einen Lehrstuhl in Dresden übernommen hat. Zuvor allerdings arbeitete sie nach dem Studium der Physik und der Philosophie (ungewöhnliche Kombination) beim Göttinger Nobelpreisträger Manfred Eigen, – baute dann eine eigene Nachwuchsgruppe am Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie auf.
Summa summarum: Göttingens Wissenschaft hat mal wieder allen Grund zur Freude. Nicht zuletzt hat ja auch gerade erst der Physiker Stefan Hell (ebenfalls MPI für biophysikalische Chemie) den hochdotierten Otto-Hahn-Preis in Frankfurt erhalten, womit er neben dem Leibnizpreis im vergangenen Jahr mittlerweile beinahe jede mögliche Auszeichnung für sein sensationelles STED-Mikroskop abgeräumt haben dürfte. Genügend frohe Nachrichten also vor Weihnachten.

Die Adventszeit breitet sich nun langsam aber sicher auch in der Redaktion aus. Der erste Christstollen wurde aufgeschnitten, auf dem Konferenztisch liegt ein Adventskalender. Mit dem schönen Ergebnis, dass morgens zur Blattkritik alle noch pünktlicher sind als sonst. Der erste darf nämlich das Türchen öffnen. In den nächsten Tagen will sich die Lokalredaktion in Göttingen abendlich zusammensetzen (wie schon so manches Jahr zuvor) – und neue Familienspiele testen. Da soll es immer heiter zugehen. Wie auch bei den Besuchen des Weihnachtsmarktes. Nur auf den amtlich beglaubigten anschließenden Alkoholtest wird man in 2009 verzichten. Der soll einigen nach dem letzten Bericht dann doch peinlich gewesen sein…

Nikolaus morgen. Und heute die Elchpreisverleihung. Ob man diesen Zusammenhang bedacht hatte bei der Termin- ansetzung. Mal sehen, was Helge Schneider dazu heute im Deutschen Theater einfällt. Ich jedenfalls flüchte – zum Weihnachtsmarkt meiner Heimatstadt. Einen schönen zweiten Advent – egal, wo sie ihn feiern.

Von Ilse Stein

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