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Groner Straße in Göttingen: Fünf Läden leer

Entwicklung „nicht erfreulich“ Groner Straße in Göttingen: Fünf Läden leer

Mit Papier verhängte Schaufenster und verschlossene Türen prägen das Bild der Groner Straße in der Göttinger Innenstadt. Vom Karstadt-Komplex Richtung Bahnhof gibt es fünf Leerstände. Geschäfte schließen, Neuvermietungen lassen auf sich warten: Die Entwicklung des Einzelhandels hat sich nach Einschätzung von Experten in den vergangenen Jahren verschlechtert.

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Steht seit längerem leer: Räume des ehemaligen Traditionsgeschäftes Weisskirchen in der Groner Straße.

Quelle: Piltz

Göttingen. Der Aufholbedarf sei groß, findet die Geschäftsführerin des Verbandes Pro-City, Beate Behrens. „Es gibt eine Lücke in der Entwicklung, die nicht ganz so erfreulich ist“, sagt Behrens. Grund seien der Wechsel von Hauseigentümern , aber auch Nachteile durch den Busverkehr und eine im Vergleich zur Theater- und Prinzenstraße fehlende Sanierung der Straße. „In den letzten Jahren bündeln sich zudem günstige Geschäfte und Restaurants auf der Straße“, erklärt Behrens.

Vor allem im Vergleich zum Nordbereich der Weender Straße könne die Groner nicht mehr mithalten. Dort, am Anfang der Fußgängerzone, haben innerhalb weniger Jahre einige große Modeketten ihre Filialen eröffnet . Schnell zogen andere nach und investierten. „Dieses Beispiel zeigt, dass sich rapide etwas ändern kann“, sagt Behrens.

Nur fehlten in der Groner Straße die Voraussetzungen, die Publikumsmagneten anlocken könnten: Die Mieten seien zwar im Vergleich zur Fußgängerzone und auch vieler ihrer Nebenstraßen günstiger, aber die meisten Flächen seien klein und verwinkelt.

Das dies zu Schwierigkeiten bei der Vermittlung führen kann, erlebte die Maklerin Veronika Frels. Sie ist seit Jahren auf dem Göttinger Immobilienmarkt tätig und hat erst vor kurzem eine Gewerbefläche auf der Groner Straße vermietet. Nächste Woche werde dort ein Donut-Laden eröffnen . Einfach sei die Suche nach einem geeigneten Mieter aber nicht gewesen. „Der Laden stand etliche Monate leer und war schwer zu vermitteln.“

Für Frels hat sich die Gegend westlich von Karstadt und dem Bekleidungsgeschäft K-Town zu einer  reinen Versorgungsstraße entwickelt . „Die Groner Straße ist seit Jahren das Sorgenkind der Innenstadt“, sagt sie. Problematisch sieht auch Jens Hüsing die Lage – aber nicht speziell für den unteren Teil der Groner Straße, sondern für alle Händler. „Alle haben ihre Sorgen, die Leute kommen nicht mehr so wie früher“, sagt der Inhaber des Waffengeschäftes Hüsing. Seit gut 100 Jahren ist sein Laden an der Groner Straße ansässig. Um konkret über die Situation und Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren, wollen sich die Einzelhändler in der Groner Straße demnächst treffen.

Und einen Hoffnungsschimmer gibt es schon : Viele Händler und Makler setzen auf die Neueröffnung einer Filiale der Fleischerei Wulff. „Durch Wulff werden sich die Laufwege einiger Passanten ändern, die Straße wird dann stärker frequentiert sein“, prognostiziert Pro-City-Geschäftsführerin Behrens. Was mit den anderen drei freien Geschäften passiert, ist nach Tageblatt-Information bislang noch völlig offen.

Von Christopher Piltz

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