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Platz für Kitsch, Trödel und Antiquitäten

Groß-Flohmarkt an der Lokhalle Platz für Kitsch, Trödel und Antiquitäten

Meterlange Schlangen bildeten sich am Sonntagmorgen an dem Kassenhäuschen vor dem Freigelände der Lokhalle. Hunderte Besucher kamen zum ersten Großflohmarkt und wurden von unzähligen kleinen Verkaufsständen mit einer breiten Angebotsvielfalt überrascht. 

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Quelle: sw

Göttingen. Unsortiert und bunt durcheinander ging es auf dem ersten Göttinger Flohmarkt an der Lokhalle zu. Das große Gelände, welches im Winter als Eissportarena genutzt wird, wurde zum Markt für Trödel und Antiquitäten. Außer einigen Schränken aus Omas Zeiten gab es auch ausgefallene Stücke wie eine englische Chesterfieldcouch mit hellbraunem Lederbezug und den typischen Steppknöpfen. Eine junge Anbieterin aus Hildesheim hatte neben Vasen und Töpfen auch eine historische Vespa im Angebot. Das Vehikel aus den 1970er-Jahren war in Rot-Gelb lackiert und erwies sich als Besuchermagnet.

An zahlreichen Ständen wurden Kleidung und Accessoires unterschiedlichster Materialien feilgeboten. Außer gebrauchter Kleidung für Damen und Herren gab es auch eine große Auswahl an Halsketten, Ringen, Armbändern und Uhren. Dabei nahmen die interessierten Besuche nicht nur die auf den Tischen drapierten Waren genauestens unter die Lupe, sondern kramten auch in den Kisten und Taschen unter den Verkaufstischen. 

Auch bei dem 13-jährigen Menu Hanstein aus Duderstadt gab es das ein oder andere Schnäppchen zu ergattern. „Ich bin oft auf Flohmärkten“, erzählt der Schüler. Seine Waren ersteigere er selbst auf Märkten und bei Auktionen oder suche sich passende Stücke bei Haushaltsauflösungen heraus. „Ich bin ein leidenschaftlicher Sammler, und als ich manche Stücke doppelt hatte, bin ich losgezogen, um sie wieder zu verkaufen.“ So sei seine Leidenschaft für Flohmärkte entstanden. 50 Euro hat der 13-Jährige bereits in den frühen Morgenstunden eingenommen, als eines seiner Lieblingsstücke – ein antikes Schaukelpferd – einen neuen Besitzer gefunden hatte.  

Als Besonderheit am Göttinger Flohmarkt erwies sich am Sonntagmorgen die Möglichkeit, die vollgepackten Autos der Anbieter direkt hinter den Verkaufsständen zu parken. So konnten die Tresen und Tische immer wieder aufgefüllt und mit neuen Waren, wie zum Beispiel einer Nostalgiewaage mit echten Gewichten, bestückt werden. Auch der Blick in den ein oder anderen Kofferraum wurde den Besuchern so gewährt. 

Mit einem alten Plattenspieler unter dem Arm verließ Luis Petri das bunte Markttreiben. „Ich habe zwar keine Ahnung, wie das Teil funktioniert, aber es hat nur fünf Euro gekostet“, freut sich der Göttinger. Nach Angaben des Verkäufers sei das Gerät aber voll funktionsfähig und so werde Petri in Zukunft seine „unzähligen Hip-Hop-Platten endlich zuhause hören“ können. Einen „zur Einrichtung passenden Zeitungsständer“ nahm Mario Rembold vom Flohmarkt mit. „Meiner Frau hat er so gut gefallen, dass ich ihn kaufen musste“, schmunzelt er. Aber da sein Haus im Stil der 1920er-Jahre eingerichtet sei, „passt der schon zum Rest der Möbel.“

sw

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