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Groß Schneen: Bodenproben entscheidend

Aufregung um Krebsfälle Groß Schneen: Bodenproben entscheidend

Groß ist weiterhin die Aufregung unter Bürgern in Groß Schneen wegen der Ermittlungen gegen die örtliche Schilder-Lackiererei Wilhelm Grewe.Die Staatsanwaltschaft geht dem Verdacht nach, unsachgemäßer Umgang mit der krebserregenden Chemikalie Trichlorethylen könne Auslöser von mehr als 50 Krebserkrankungen gewesen sein.

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Groß Schneen

Quelle: Archiv

Groß Schneen. Die entscheidende Phase der Ermittlungen wird nach derzeitigem Kenntnisstand in der ersten Januarwoche sein. Dann werden die Ergebnisse der genommenen Bodenproben vom Firmengelände vorliegen. Trichlorethylen schlägt sich bei unsachgemäßem Gebrauch im Boden nieder, ein Nachweis in den Proben gilt also zwingend als Beweis. Sollte der Stoff tatsächlich nachgewiesen werden, könnte er auch Auslöser der Erkrankungen gewesen sein.

Parallel soll eine vom Sozialministerium eingesetzte Expertenkommission prüfen, ob die von einem Anwohner vorgetragene Liste von Krebsfällen aus 15 Jahren tatsächlich eine eklatante Abweichung von der zu erwartenden Häufigkeit darstellt und ob die beschriebenen Krankheitsverläufe zu einer Vergiftung mit Trichlorethylen passen können.

Bürger aus Groß Schneen bezweifeln inzwischen die Seriosität der Auflistung des 66 Jahre alten Anzeigeerstatters. Der hatte für das unmittelbare Umfeld der Firma 52 Krebsfälle, für den Rest des Dorfes nur zwei aufgelistet. Mit dem Hinweis, dass es im Rest des Dorfes mehr als zwei Krebsfälle gebe, versuchen Kritiker den Vorwurf zu relativieren und der Auflistung die Seriosität abzusprechen.

Nach dem Verdacht gegen eine Lackiererei in Groß Schneen für eine Häufung von Krebsfällen verantwortlich zu sein, ermittelt die Staatsanwaltschaft Göttingen.

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Die Staatsanwaltschaft Göttingen, die von vielen Bürgern ebenfalls kritisiert wird, verweist auf Tageblatt-Anfrage auf das Legalitätsprinzip. Sie sei, so Sprecher Andreas Buick, gesetzlich verpflichtet, alle verfolgbaren Taten zu ermitteln, sofern zureichende tatsächliche Anhaltspunkte vorliegen. In diesem Fall sei ein Anfangsverdacht zu bejahen gewesen. Es gehe auch darum, Verdächtigte von Anschuldigungen zu entlasten.

Es werde also stets zu Gunsten wie zu Lasten eines Beschuldigten ermittelt. Im konkreten Fall habe es einen „offensichtlich sachkundigen Anzeigeerstatter“ gegeben, der zudem vorgetragen habe, dass noch immer ein sogenanntes offenes Tri-Bad verwendet werde. Das wäre eine Umweltstraftat, der schon von Amts wegen nachgegangen werden muss.

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Betrieb in Groß Schneen

Der Ausdruck einer Landkarte von Google-Maps kursiert in Groß Schneen. Darauf viele schwarze Kreuze. In jedem Haus unter einem der Kreuze soll ein Mensch an Krebs gestorben oder schwer erkrankt sein. Eine besondere Häufung ist im Wohngebiet Birkenfeld zu sehen – in der Abluftschneise der Schilderfabrik Wilhelm Grewe.

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