Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Grüne wollen Karten neu mischen

Übernahme des Stromnetzes möglich Grüne wollen Karten neu mischen

Der Ausstieg aus der Atomenergie und der Umstieg auf 100 Prozent erneuerbare Energien wollen die Grünen schneller voran treiben. Eine „enkeltaugliche“ Energieversorgung ohne Atom und Kohle für Niedersachsen und die Region soll es sein.

Fukushima sei eine unmissverständliche Mahnung, sagte der Göttinger Landtagsabgeordnete Stefan Wenzel bei der Vorstellung des grünen Energieszenarios am Freitag in Göttingen. „Wir können auch nicht davon ausgehen, dass wir dauerhaft Palmöl und Erdöl importieren können.“ Der Atomausstieg kann aus Sicht der Grünen bis 2017 geschehen. Bis 2030 kann das Ziel 100 Prozent Strom aus erneuerbarer Energie ohne Autoverkehr erreicht sein und bis 2040 auch die Umstellung des Verkehrs. Voraussetzung sei eine Reduzierung des Energieverbrauchs um fast 50 Prozent, so Wenzel. Hauptsäulen seien Wind- und Sonnenenergie, ergänzt durch Biomasse. Energiespeicherung sei durch Kooperation mit Wasserkraftwerken in Norwegen und Nutzung von Speicherkapazitäten auch im Harz möglich. Noch dieses Jahr wollen die Grünen ein neues Effizienz- und Energiespargesetz sowie ein Solarflächenkataster erreichen. Sabine Morgenroth, energiepolitische Sprecherin der Stadtratsfraktion, sieht auch im Stadtgebiet noch Möglichkeiten für Windkraft. Das Ziel, 40 Prozent CO2 einzusparen, sei mit dem Klimaschutzkonzept noch nicht erreicht. Die Infragestellung des Konzessionsvertrags der Stadt mit Eon durch die Kartellbehörde eröffne neue Möglichkeiten. Das Stromnetz sei eine Kernfrage. Ein neuer Vertrag mit Eon, aber auch Übernahme und Kooperation mit dem Umland sei jetzt möglich. „Falls die Stadtwerke den Hut in den Ring werfen würden, hätten wir eine ganz andere Debatte – das wird hochspannend“, glaubt Landratskandidatin Christel Wemheuer. Die Debatte über neue Windräder wird aus ihrer Sicht „kein Spaziergang“. Auch wenn der Landkreis die Ausweisung von Vorranggebieten wieder an sich ziehe, werde die Autonomie der Gemeinden nicht weggenommen. „Das wird im Dialog gemacht.“ Die Kreistagsabgeordnete Steffani Wirth plädiert für eine Zusammenarbeit von Stadt und Land. Der ländliche Raum könne auch Energieversorger für die Städte sein.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Anzeigenspezial
Der Wochenrückblick vom 11. bis 17. November 2017
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
Termine

Wo kann man hin, was kann man machen? Hier werden Sie fündig: Das Tageblatt hat die wichtigsten Freizeittipps für Sie zusammengestellt