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Grüne zum Wohnungsbau in Kleingärten: Keine „Hauruckaktion“

An der Walkemühle Grüne zum Wohnungsbau in Kleingärten: Keine „Hauruckaktion“

„Wir wollen einen Kleingartenentwicklungsplan und keine Hauruckaktion.“ Nach einer Überlegung von Rolf Becker, Vorsitzender der grünen Ratsfraktion im Rat der Stadt, die Kleingartenkolonie An der Walkemühle in der Lotzestraße für Wohnbebauung zu nutzen, haben die Grünen ihre Pläne und Ziele konkretisiert.

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„Keine Hauruckaktion“: Für innenstadtnahe Kleingärten soll es mittelfristig Ersatz am Stadtrand geben.

Quelle: Heller

Göttingen. Vor dem Hintergrund einer Aktualisierung des Flächennutzungsplanes solle der bereits „begonnene, positive, verwaltungsinterne Dialog mit dem Göttinger Bezirksverband der Kleingärtner“ öffentlich fortgesetzt werden.

„Baldmöglichst“ sollen nach Ansicht von Becker und des baupolitischen Sprechers der Fraktion, Ulrich Holefleisch, „moderne, neue Ersatz-Kleingartenanlagen“ im „Weichbild der Stadt“ (etwa am nördlichen und südlichen Stadtrand) ausgewiesen werden. Als Ziel formulieren sie eine „mittelfristige, langsame, rücksichtsvolle Aufgabe von einzelnen innenstadtnahen Anlagen“. Diese sollen zu Grünanlagen für alle und Wohnbauflächen umgewandelt werden.

„Strategische Bevölkerungssteuerung“

Diese Umnutzung ist Teil des von den Grünen beim Thema Wohnen verfolgten Grundsatzes „Binnenentwicklung vor Außenentwicklung“. In der jetzigen Debatte um die Situation auf dem Wohnungsmarkt müssten drei Ziele verfolgt werden, so Becker: Klimaschutz, Preisdämpfung und soziales Wohnen sowie eine „strategische Bevölkerungssteuerung“. So müssten etwa Teilen der 33 000 täglichen Pendler nach Göttingen Wohnungen am Arbeitsplatz geboten werden. Die Nutzung von Baulücken und Brachflächen wollen die Grünen fortsetzen.

Zudem müsste über Angebote und Neubauten „abgeschriebener Wohnraum“ auf den Markt gebracht werden, der auch von weniger finanzstarken Mietern bezahlt werden kann. Auch der Bau von „deutlich mehr“ Studentenwohnheimen könnte nach Auffassungen der Grünen Entlastung für den Wohnungsmarkt bedeuten. So fehlten vor allem Wohnungen für Alleinerziehende und kinderreiche Familien. Gleichzeitig sei Bauland aber Mangelware und teuer.

"Preiswerten Wohnungsbau“

Die Grünen fordern zudem von der Stadtverwaltung „endlich“ die Vorlage von Zwischenergebnissen zur Flächennutzungsplanung und die Vorstellung eines bereits 2011 in Auftrag gegebenen Gutachtens zur „Wohnbauflächen-Bedarfsprognose“. Zudem, so der Vorschlag der Grünen, soll die im städtischen Besitz befindliche Bettina-von-Arnim-Terrasse auf den Zietenterrassen „nach einer erfolglosen europaweiten Ausschreibung“ auch regionalen Baugruppen „zum preiswerten Wohnungsbau“ angeboten werden. Überregional fordern sie „schnellstmöglich“ den Wiedereinstieg in den Sozialen Wohnungsbau.

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