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Sammelsystem soll im Landkreis Göttingen umgestellt werden

Sperrmüll auf Abruf Sammelsystem soll im Landkreis Göttingen umgestellt werden

Straßensammlung wie bislang oder überall Abfuhr auf Abruf? Diese umstrittene Frage stellt sich im Landkreis erneut. Aus Sicht der Verwaltung hat eine Komplettumstellung der Sperrmüllsamlung auf Abruf Vorteile. Am Mittwoch (19. Februar) steht das Sammelsystem im Umweltausschuss ab 15 Uhr im Kreishaus zur Debatte.

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Sperrmüllsammlung auf dem Prüfstand: Im Landkreis soll künftig nur noch auf Abruf eingesammelt werden.

Quelle: Westermann

Göttingen. Sollte eine Umstellung gewünscht werden, muss aus Sicht der Kreisverwaltung bis zur Sommerpause eine Entscheidung getroffen werden, um zu Beginn des neuen Jahres die Abfuhr auf Abruf zu starten.

Der Vertrag mit der Arbeitsgemeinschaft Fehr, Veolia, die im Auftrag des Kreises Abfall und Sperrmüll einsammelt,  lässt eine Umstellung auf Abruf im Rahmen des bestehenden Vertrages zu. Die Abfuhr auf Abruf ist im Vergleich zur Straßensammlung allerdings teurer.

Bei Umstellung der Abfuhr von Sperrmüll, Altholz, Altmetall und Elektronikschrott auf Abruf würde sich laut Verwaltung eine Kostensteigerung der Sammlungskosten im Vergleich zur Straßensammlung um 24 Prozent ergeben. Berücksichtigt werden müsse dabei, dass zunächst die Abfallmengen sinken würden, weil Bürger eine gewisse Hemmung verspürten, die Abholung zu beantragen.

Erst etwa drei Jahre nach Umstellung seien die ursprünglichen Mengen wieder erreicht. Die höheren Sammelkosten würden in den ersten Jahren durch geringere Mengen kompensiert. Die Verwaltung schätzt, dass  ab dem vierten Jahr ein Gebührenmehrbedarf von etwa 180 000 Euro zu erwarten ist.

Gebührensteigerung um etwa 2,3 Prozent

Für ein Grundstück mit vier Personen und einem Haushalt bedeutet das eine Gebührensteigerung um etwa 2,3 Prozent, das entspricht zirka 3,30 Euro im Jahr.

In der Vergangenheit hatte sich eine Mehrheit der Gemeinden im Kreis wiederholt für das bisherige System der Straßensammlung mit festgelegten Terminen in den Orten ausgesprochen. Es gab aber immer wieder Klagen über verschmutzte Straßen und Sammler, auch angereiste Kolonnen, die verwertbare Sachen aus dem Sperrmüll fischten.

Der Landkreis fühlt sich dadurch „beraubt“. Um das zu unterbinden, gab es bereits Kontrollaktionen mit der Polizei. Bislang gibt es eine Sperrmüllabfuhr auf Abruf nur im Mündener Stadtgebiet. Dort sei es ein mittlerweile fest etabliertes System, so die Verwaltung.

Es gebe keine Beschwerden aus der Bevölkerung und auch die Stadtverwaltung stehe dahinter. Positive Effekte lägen im sauberen Stadtbild und geringeren wilden Ablagerungen. Ein weiterer Vorteil wäre die Harmonisierung mit dem Landkreis Osterode, in dem das System etabliert ist.

Wegwerfen oder nutzen  

Die Debatte über Sperrmüllfledderei und verschmutzte Straßen kommt immer wieder hoch. Mit einer Umstellung des Sammelsystems nur noch auf Abruf und nach Terminabsprache soll dem ein Riegel vorgeschoben werden.

Ob die Rechnung aufgeht, wird man sehen. Auf jeden Fall wird es offenbar teurer und komplizierter. Die Kreistagsabgeordneten müssen entscheiden, ob es den Preis wert ist. Das gezielte Durchsuchen von Sperrmüllhaufen bei der Straßensammlung durch angereiste Kleinunternehmer ist konjunkturabhängig.

Nur wenn Preise für verwertbare Sachen gut sind, lohnt sich der Aufwand. Wenn die Straßensammlung auf Abruf umgestellt ist, wird es auch für manche Kreisbewohner schwieriger, an Dinge zu gelangen, die andere weggeworfen haben, aber noch zu gebrauchen sind.

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