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Gutachten: Göttingen braucht ein neues Hotel

Analyse Gutachten: Göttingen braucht ein neues Hotel

Die Stadt Göttingen kann ein neues Hotel mit bis zu 120 Betten verkraften. Es sollte dann aber in der günstigen Zwei- oder Drei-Sterne-Kategorie liegen und vor allem den Bettenbedarf durch Uni- und Lokhallen-Veranstaltungen auffangen.

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„Exzellenter“ Hotelstandort: Am Groner Tor stehen nur noch Ruinen, die Tiermedizin der Uni ist schon lange ausgezogen.

Quelle: Vetter

Göttingen. Der bereits vorgesehene Standort für so ein „Budget-Hotel“ an der Ecke Groner Straße / Berliner Straße „ist exzellent“. Zu diesem Ergebnis kommt das Beratungsunternehmen „Hotour“ aus Trier in einer Analyse des Göttinger Hotelmarktes. Am Montag stellte es die Auswertungen und seine Empfehlungen vor. Göttinger Hotelbetreiber reagierten skeptisch – sie fürchten Konkurrenz.

Wie gut sind die Hotels ausgelastet? Braucht Göttingen zusätzliche Hotelbetten?  Lohnt es sich für einen Investor, sich im Göttingen zu engagieren? Antworten auf solche Fragen soll das Hotour-Gutachten geben. Die Stadt hatte es im vergangenen Jahr in Auftrag gegeben – auch, weil sich das Gelände am Groner Tor bisher nur schwer vermarkten lässt.

Die wichtigsten Ergebnisse: Während die Nachfrage nach Übernachtungsmöglichkeiten seit 2003 enorm gestiegen ist, stagniert die Zahl der Hotels und Betten-Angebote weitgehend. Es gibt also statistisch eine große Differenz zwischen Angebot und Nachfrage.

Die ist allerdings in erster Linie nur zu bestimmten Zeiten im Jahr durch komplett ausgebuchte Hotels spürbar: wenn im universitären Bereich oder in der Lokhalle Messen und Kongresse stattfinden. Dazwischen gibt es Leerläufe. Kultur- und Städtereisende oder private Besucher spielen kaum eine Rolle.

Standort Groner Tor ist ideal

„Spürbare Wachstumspotentiale“ sehen die Berater darum genau in diesem Kundenbereich: bei Gästen der Göttinger Wissenschaftseinrichtungen und bei Besuchern von Veranstaltungen in der Lokhalle – erst Recht, wenn sie erweitert wird. Wissenschaftsnahe Veranstalter aber suchen laut Hotour Unterkünfte zu Preisen, die vor allem Budget-Hotels bieten.

Vor diesem Hintergrund habe ein Haus der „neuen Generation“ auch die besten Chancen, sich in Göttingen zu etablieren: ein Hotel, das auf hohem Niveau, aber ohne Besonderheiten zu günstigen Preisen alles bietet, was für einen kurzen Aufenthalt erforderlich ist. Wirtschaftlich verkraftbar ist dabei für Göttingen, für Investoren und die ansässigen Hotels ein Haus mit 100 bis 120 Betten. Der Standort Groner Tor ist deshalb ideal, weil es nah am Bahnhof liegt.

Weitere auffällige Randbemerkungen aus dem Gutachten: In Göttingen konkurrieren viele Drei- bis Vier-Sterne-Hotels mit Preisen aus dem sonstigen Zwei- bis Drei-Sternen-Segment. Viele Betreiber bestehender Hotels haben in den vergangenen zehn Jahren „eine konzeptionelle Anpassung nicht als notwendig empfunden“.

Die Hotels seien zwar „gepflegt und werden instand gehalten, entsprechen aber nicht den Ansprüche vielreisender Geschäftsleute“.

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