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Gute Chancen für Fachkräfte in Göttingen

Arbeitmarkt Gute Chancen für Fachkräfte in Göttingen

Die in Niedersachsen starke Arbeitskräftenachfrage hat sich auch im Monat Dezember weiter fortgesetzt. Der regionale Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit für Niedersachsen - BA-X regional Niedersachsen - lag im Dezember erneut auf einem Allzeithoch.

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Entspannung an in der Geschäftsstelle der Agentur für Arbeit in Duderstadt.  

Quelle: Andreas Tietzek

Göttingen. Der BA-X regional stieg nach einem leichten Rückgang im November um vier auf 246 Punkte. Der Indikator, der die Nachfrage nach Arbeitskräften misst, ist der aktuellste Stellenindex in Deutschland und beruht auf konkreten Stellengesuchen der Unternehmen. Er signalisiert damit die Einstellungsbereitschaft der Firmen in Deutschland und bildet zudem die Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt ab. In Verbindung mit der stabilen Konjunktur könne auch für die kommenden Monate eine hohe Einstellungsbereitschaft der Unternehmen erwartet werden, teilte die Agentur für Arbeit gestern mit.

Mangel an Fachkräften wird deutlicher

Auch im Landkreis Göttingen beobachtet man eine ähnliche Entwicklung. „Es gibt in vielen Wirtschaftsbereichen nicht genügend Bewerber für die freien Stellen“, sagt Martin Rudolph, Leiter der Geschäftsstelle Göttingen der Industrie- und Handelskammer Hannover. Nur wenige Unternehmen können den Fachkräftebedarf noch gut decken, das zeigen die Ergebnisse der IHK-Herbstumfrage bei 1700 Unternehmen. Bei den größten Risiken für die Geschäftsentwicklung hat der Fachkräftemangel weiter an Gewicht gewonnen. Eine Sonderbefragung im Rahmen der Konjunkturumfrage hat ergeben, dass jedes dritte Unternehmen (35 Prozent) längerfristig (mehr als zwei Monate) Probleme hat, offene Stellen zu besetzen, weil es keine passenden Arbeitskräfte finden kann. Besonders groß ist der Fachkräftemangel in den technischen Berufen (49 Prozent der Unternehmen haben Probleme bei der Stellenbesetzung). Ein weiterer Grund für diese Situation, so Rudolph, sei auch die demografische Entwicklung. Weniger junge Menschen rückten nach, immer weniger von ihnen suchten zudem eine Zukunft in einem dualen Ausbildungsberuf. Das Mehr an ausgeschriebenen Stellen verwundert Rudolph nicht. „Doch die freien Stellen müssen mit fachlich gut ausgebildeten Bewerbern besetzt werden“, sagt er.

Um den Nachwuchs zu stärken, hatte die IHK zum Jahreswechsel vor genau zwei Jahren eine Ausbildungsoffensive gestartet. „Ziel ist eine Trendwende“, so Rudolph. Mehr junge Menschen sollen sich wieder für eine duale Ausbildung im Betrieb entscheiden.

Von Bernard Marks

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