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„Gutes Trinkwasser“

Brunnen gut geschützt „Gutes Trinkwasser“

62 Besucher bei 420 Einwohnern. Damit hatte der Ortsrat als Gastgeber nicht gerechnet. Viele seien aus Sorge um ihre Gesundheit gekommen, „aber gut aufgeklärt und beruhigter“ nachhause gegangen“, bilanziert Ortsbürgermeisterin Brigitte Wagener (SPD). Es war auch die Sorge um ihr Trinkwasser, die etliche Gelliehäuser seit Monaten aufwühlte.

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Wertvoller Dünger: Unter Auflagen darf Gülle auf Acker und Grünland gesprüht werden.

Quelle: dpa

Gelliehausen . Im Sommer waren coliforme Keime im Leitungsnetz des Dorfes gefunden worden. Mehrere Wochen wurde das Wasser gechlort und sollte nur gekocht verzehrt werden. Schnell ging die Runde, dass offenbar ein Landwirt Gülle auf ein Feld im Schutzbereich des Gelliehäuser Brunnens ausgefahren hatte.

„Unser Trinkwasser“ hatte der Ortsrat seine Veranstaltung betitelt, bei der ein Ingenieurbüro, Landwirte und die Gemeinde Gleichen als Wasserversorger über den Brunnen und  Schutz seines Wassers informierten. Das wichtigste und für viele überraschende Ergebnis: Die Gelliehäuser bekommen seit vielen Jahren gutes und sauberes Wasser aus ihrem Brunnen. Um den Brunnen herum gibt es gestaffelte Schutz-Zonen.

Für diese Bereiche gibt es strenge Auflagen – vor allem für die Landwirte. Diese seien auch allen heimischen Bauern bekannt „und sie können damit umgehen“, versicherte  Agraringenieur Carsten Drewes vom Ingenieurbüro Geries, das die Landwirte berät. Zugleich warb er für Mist und Gülle als „wertvollen Dünger“. Den Vorfall im Sommer wertet Drewes als „Betriebsunfall“ durch einen ortsfremden Bauern – eine Ausnahme.

Trotz strenger Auflagen und regelmäßiger Wasseranalysen durch das Hygieneinstitut forderten viele Einwohner aber noch mehr Kontrollen, so Wagener – mindestens monatlich. Mehrere Bürger kritisierten auch „unzureichende Informationen“ nach dem Vorfall im Sommer. „Eigentlich zu Unrecht“, sagt Wagener. An alle Haushalte seien Handzettel verteilt und auf der Internetseite der Gemeinde informiert worden.

Die Hinweise seien aber für Normalbürger unverständlich, hätten Besucher beklagt. Ihnen sei nicht klar gewesen, wie gefährlich zum Beispiel Keime im Trinkwasser tatsächlich sind. Experten sagen: Zunächst kaum. Ein einzelnes Bakterium löse noch keine Krankheit aus. Nur wenn der Körper mit vielen Keimen konfrontiert wird, komme sein Immunsystem in Bedrängnis.

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