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Häuser unterm Hammer

Städtische Immobilienverkäufe Häuser unterm Hammer

V043 – unter dieser Nummer im 2012 vom Göttinger Rat verabschiedeten Entschuldungshilfeprogramms verbirgt sich der Punkt „Einsparungen durch Gebäudeverkäufe“. Zehn Gebäude sollten verkauft werden und zu den damals gesteckten Sparzielen beitragen. 100000 Euro sollte das jährlich einbringen.

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Auf der Verkaufsliste: das Gebäude der ehemaligen Voigtschule an der Bürgerstraße.

Quelle: Christina Hinzmann

Göttingen. Fünf Jahre später sind nur zwei der damals für einen Verkauf ausgewählten Immobilien tatsächlich verkauft. Bei zwei weiteren steht die Verwaltung nach eigenen Angaben in abschließenden Verkaufsverhandlungen. Bei einem Objekt, dem ehemaligen Stadtforstamt in Herberhausen, werde „eine Vermarktung vorbereitet“, erklärte Verwaltungssprecher Detlef Johannson. Die fünf übrigen Immobilien werden unterdessen anderweitig genutzt – etwa als Unterkunft für Geflüchtete.

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Zehn Gebäude sollten im Zuge des Entschuldungshilfeprogramm (EHP) verkauft werden. Von den zehn von der Verwaltung vorgeschlagenen Häusern sind inzwischen einige verkauft, anderen sollen verkauft, wieder andere werden inzwischen anderweitig von der Stadt genutzt.

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Nach Johannsons Angaben sei den Einsparungsvorgaben des Entschuldungshilfeprogramm dennoch entsprochen worden. Konkrete Zahlen nennt er aber nicht: „Da im Verkaufsfall regelmäßig schutzwürdige Daten Dritter berührt werden, kann zu den daraus erfolgten Einnahmen und zu den sonstigen Verkaufsbedingungen keine Auskunft erteilt werden.“ Er führt weiter aus: „Die Ertrags- und Aufwandsverbesserungen sind und bleiben Bestandteil der Haushalts- und Finanzplanung.“

„Jährlich 100000 Euro Einsparungen“

In dem Programm von 2012 heißt es: „Der Verkauf von städtischen Immobilien ergibt eine Aufwandsreduzierung in den Bereichen Abschreibung, Bauunterhaltung, Öffentliche Abgaben und Zinsausgaben.“ Der Großteil der Einsparung sollte im Bereich Zinsausgaben durch die Erzielung der Verkaufserlöse und der damit verbundenen Liquiditätsverbesserung erfolgen. Jährlich 100000 Euro Einsparungen sollten sich durch Wegfall dieser Kosten ergeben. Die Verkaufserlöse sollten zur Mitfinanzierung von Investitionen beziehungsweise zur Schuldentilgung dienen. Johannson ergänzt: „Die Stadt veräußert laufend Grundstücke zur Flächenarrondierung oder zur Schaffung neuer Wohn- und Gewerbebauplätze.“

Folgende Immobilien standen 2012 auf der Verkaufsliste, so ist der Stand der Entwicklung heute

Zum Hohen Brunnen 6

Das Fachwerkhaus in Herberhausen hat die Stadt bereits 2012 verkauft.

Am Herberhäuser Weinberg 29

Das Wohnhaus in Herberhausen hat 2014 den Besitzer gewechselt. Das Haus wurde als Dienstwohnung von einem Forstbeamten genutzt, der 2014 in Rente ging.

Bürgerstraße 13 (ehemalige Baptistenkirche)

„Die Stadt Göttingen befindet sich momentan in abschließenden Verkaufsverhandlungen. Ein zeitnaher Verkauf ist beabsichtigt. Der Gremienbeschluss liegt vor“, berichtet Johannson. Das Gebäude kann nun an einen Investor verkauft werden. Dieser plant mit dem Verein Filmkunstfreunde Göttingen, ein Kino in dem Gebäude zu eröffnen.

Herzberger Landstraße 98

Momentan befindet sich die Stadt bei dem ehemaligen Dienstgebäude des Forstamtes laut Johannson in abschließenden Verhandlungen.

Pfarrweg 1

Einen Verkauf hat die Stadtverwaltung zunächst zurückgestellt. Das ehemalige Forstamt in Herberhausen dient derzeit als Unterkunft für geflüchtete Menschen. Eine Vermarktung werde aber vorbereitet, so Johannson.

Bürgerstraße 7

Das lange leerstehende Fachwerk hat die Stadtverwaltung im September abreißen lassen. Ein Verkauf des Grundstücks sei geplant, wurde aber zunächst zurückgestellt, da unter anderem die planungs- und städtebaulichen Bedingungen einer Bebauung noch geklärt werden müssen, erklärt Johannson.

Bürgerstraße 15 (ehemalige Voigt-Realschule)

„Eine Veräußerung wurde zurückgestellt, da das Objekt zunächst noch durch Flüchtlinge bewohnt wird“, erläutert Johannson. Ab 2018 soll das denkmalgeschützte Haus „voraussichtlich zumindest zeitweise kulturellen Zwecken zur Verfügung stehen“.

Breslauer Straße 1

Johannson: „Das Objekt ist bis auf Weiteres mit einer Nutzung durch Flüchtlinge belegt, deswegen wurde eine Veräußerung zurückgestellt.“ Das Gebäude wurde davor als Lagergebäude genutzt.

Bühlstraße 28

„Seit 2014 wird das Haus wird bis auf Weiteres dem studentischen Wohnen zur Verfügung gestellt“, erklärt Johannson. Zuvor hatte das Studentenwerk das Haus als Studentenwohnheim verwaltet.

Im Alten Dorfe 4

Das Haus in Holtensen wird nach Johannsons Angaben langfristig durch die Kirche genutzt, eine Veräußerung werde daher derzeit nicht beabsichtigt.

Von Michael Brakemeier

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