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Halbiertes Weender Freibad soll bleiben

Verwaltung stellt Kompromiss vor Halbiertes Weender Freibad soll bleiben

Das Weender Freibad soll stark verkleinert und ein unbeheiztes Naturbad werden, aber in dieser Form doch erhalten bleiben – das ist die Hauptaussage eines neuen Konzepts der Stadt. Verwaltung und Göttinger Sport und Freizeit GmbH (Goe SF) haben es im Sportausschuss vorgestellt.

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Soll bleiben, aber nur mit Landebecken: die Rutsche.

Quelle: SPF

Göttingen. Das neue Konzept sieht eine Reduzierung der Wasserfläche von knapp 2000 auf 1000 Quadratmeter vor – und eine maximale Wassertiefe von 1,35 Meter. Verzichten müssten die Weender künftig auf die Sprungtürme, auf Planschbecken, 50-Meter-Bahnen und eine Umkleidekabine. Es sollen nur einige 25-Meter-Bahnen bleiben, Umkleide-Pavillons und Toiletten.

Neu entstehen sollen dafür etwa ein Sandstrand, ein Strömungskanal, ein Wasser-Matsch-Spielplatz, eine Seilbahn und neue Spielgeräte. Dadurch soll das Gelände auch ganzjährig für die Weender nutzbar sein. Das Gelände soll weiter eingezäunt bleiben, ein Eintritt aber möglicherweise nur während des Badebetriebs erhoben werden.

Ein Teil der Investitionskosten soll durch einen Geländeverkauf im Eingangsbereich finanziert werden. Die Städtische Wohnungsbau will dort ein Gebäude mit Büroräumen errichten, vorgesehen sind auch eine ganzjährige Gastronomie und vielleicht die Funktionsräume der benachbarten Sportanlage.

Das Freibad soll vom Ortsteil getragen werden, die Organisationsform ist aber noch unklar. Die Kosten für das Konzept beziffert Goe-SF-Chef Alexander Frey auf rund 1,9 Millionen Euro. Das ist nicht deutlich weniger als die vom Förderverein veranschlagten rund zwei Millionen Euro für das Konzept für eine umfangreichere Sanierung des Bades. Entscheidend seien jedoch die Betriebs- und Personalkosten, so Frey. Beim neuen Konzept sei mit einem jährlichen Defizit in Höhe von 134  000 Euro, beim Förderverein-Konzept von 248  000 Euro und bei einer Vollsanierung für 4,7 Millionen Euro von 362  000 Euro zu rechnen.

Wenn es eine grundsätzliche Übereinstimmung über das neue Konzept gebe, würde das Freibad 2013 noch einmal normal geöffnet und dann 2014 saniert, sagte Oberbürgermeister Wolfgang Meyer (SPD). Innerhalb des gesteckten Rahmens sei – etwa bei der Wassertiefe – noch Spielraum für Verhandlungen, betonten Meyer und Frey.

Für den Freibad-Förderverein signalisierte der Vorsitzende Eberhard Gramsch eine solche grundsätzliche Zustimmung. Bedingung sei aber, dass die Stadt die Investitionskosten und die Hälfte des jährlichen Defizits trage. Auch die Politik signalisierte fraktionsübergreifend Zustimmung für das Konzept. Weendes stellvertretender Ortsbürgermeister Hans Otto Arnold (CDU) sagte, es gebe einige Wermutstropfen. Doch hätten vor einem Jahr alle Zeichen auf Rot gestanden, stünden sie jetzt auf Gelbgrün.

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CDU scheitert

Hans Otto Arnold (CDU) hatte Schwierigkeiten, sich das Lachen zu verkneifen. Im Ortsrat Weende sprach er sich im Namen seiner Fraktion dafür aus, den Zehn-Meter-Turm im Weender Freibad unter Denkmalschutz zu stellen.

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