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Halbzeit für Klimaschutz

Lokale Strategien Halbzeit für Klimaschutz

Rund 60 Göttinger Organisationen und Betriebe, darunter etwa 20 große Unternehmen, erarbeiten seit drei Monaten lokale Klimaschutzmaßnahmen. Im Vordergrund der gemeinsamen Anstrengungen stehen dabei weitere Betriebsverbesserungen mit möglichst geringem Energieverbrauch. Außerdem dient der Erfahrungsaustausch dazu, Lösungen für die bestehenden Klimaschutz-Hemmnisse bei Privatpersonen und Gewerbe zu entwickeln. Erklärtes Ziel ist, Energieverbrauch und CO 2-Ausstoß im Stadtgebiet auf ein klimaverträgliches Maß zu reduzieren.

Im Oktober vergangenen Jahres startete der Arbeitsprozess für ein städtisches Klimaschutzprogramm. Seitdem engagieren sich etwa 60 Göttinger Akteure vom Mieterbund bis zum Industrieunternehmen in insgesamt fünf verschiedenen Arbeitsgruppen. Hier werden die unterschiedlichen Themen wie Energieeffizienzmaßnahmen in Betrieben, Motivation und Information für Mitarbeiter, Öffentlichkeitsarbeit, energetische Modernisierung im Wohnungsbau oder der Einsatz regenerativer Energien intensiv diskutiert. Die sinnvolle Nutzung der vorhandenen Abwärme beschäftigt insbesondere die Arbeitsgruppe Wirtschaft, denn die hier vertretenen Unternehmen verbrauchen etwa die Hälfte der gesamten industriellen Wärme in Göttingen sowie ein Viertel des Industriestroms. Im Gespräch miteinander wurde besonders deutlich, dass die Göttinger beim Klimaschutz nicht bei Null anfangen: Fast alle Beteiligten haben in den vergangenen Jahren bereits durch gezielte Heizungssanierung, Bis Ende Februar haben alle Teilnehmer noch Zeit, Eckpunkte für ihre zukünftigen Maßnahmen und Strategien zusammenzustellen. Diese werden anschließend im Klimaschutzprogramm für das Stadtgebiet Göttingen gebündelt. Die Träger des Klimaschutzaktionsprogramms Göttingen - Stadt, Universität und Stadtwerke - erarbeiten eigene Programmpakete und werden diese von ihren Gremien beschließen lassen. Die Stadtverwaltung legt ihr Klimaschutzprogramm im Mai dem Rat zum Beschluss vor. Anschließend folgt eine öffentliche Veranstaltung, um alle Beteiligten und das gesamte Programm in Göttingen vorzustellen. Alle Interessierten sind dann herzlich dazu eingeladen, weitere Wünsche für lokale Klimaschutzmaßnahmen einzubringen und die Umsetzung des Programms zu unterstützen. In den Arbeitsgruppen zeigte sich bereits, dass die Teilnehmer großes Interesse an einer Fortsetzung des Austausches haben und eine dauerhafte Vernetzung der lokalen Klimaschutzakteure befürworten. pdg

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