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Handwerkerschaft zieht Flyer zurück

Schwarzarbeit Handwerkerschaft zieht Flyer zurück

Die Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen zieht Aussagen aus dem Informationsblatt „Was kostet eine Handwerkerstunde“ zurück. Das Infoblatt aus dem Jahr 2004 hatte die Kreishandwerkerschaft im Zuge der im Herbst gestarteten Kampagne „Schwarzarbeit hinterlässt Spuren“ erneut veröffentlicht – auch im Internet.

Darin wird unter anderem behauptet, dass „Personen, die in einem Handwerksberuf selbstständig tätig werden und nicht in der Handwerksrolle eingetragen sind, haben die Meisterprüfung nicht abgelegt oder diese nicht bestanden: Der Verbraucher riskiert Pfusch-Arbeiten“ und „Sie haben als Verbraucher gegen einen Schwarzarbeiter keinen Anspruch auf Nachbesserung oder Schadensansprüche, denn Verträge mit Schwarzarbeitern sind nichtig.“ Und weiter: „Vergeben sie ihre Aufträge nur an eingetragene Handwerksbetriebe.“

Der im Reisegewerbe tätige und nicht in der Handwerksrolle eingetragene Dachdecker Jonas Kuckuk hatte gegen diese und weitere Punkte von der Kreishandwerkskammer eine sogenannte strafbewehrte Unterlassungserklärung verlangt. Kuckuks Rechstanwältin Hilke Böttcher schreibt an die Kreishandwerkerschaft: „Es soll der Eindruck entstehen, bei diesen Handwerkern handele es sich um Schwarzarbeiter, um zu erreichen, dass die Kunden nur Ihre Mitglieder als Handwerker beauftragen.“ Inzwischen haben sich Kreishandwerksmeisterin Katja Thiele-Hann und Geschäftführer Andreas Gliem gegenüber Kuckuk verpflichtet, sich entsprechend der bemängelten Punkte nicht mehr öffentlich wörtlich oder sinngemäß zu äußern. In dem Schreiben räumen sie ein, das die in dem Flyer enthaltenen Erläuterungen „teilweise nicht mehr der heutigen Sach- und Rechtslage“ entsprechen. Inzwischen ist er von der Internetseite genommen.

Von Michael Brakemeier

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