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Hardegsen gegen Windräder ohne Wind

Ausschuss für Stadtplanung und Bau gegen Aufhebung der Höhenbegrenzung Hardegsen gegen Windräder ohne Wind

Wind bewegt – die Gemüter: Gegen Windkraftanlagen bei Hevensen, die die Firma von Helmolt Consult errichten möchte, hat sich der Ausschuss für Stadtplanung und Bau der Stadt Hardegsen ausgesprochen. Das Gremium gab jetzt sein entschiedenes „Nein“ zum Antrag auf Aufhebung der bestehenden Höhenbegrenzung. Das Unternehmen für Projektentwicklung im Bereich erneuerbarer Energien hatte seinen zwei Jahre alten Antrag wiederholt.

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Ausschuss für Stadtplanung und Bau Hardegsen gegen Aufhebung der Höhenbegrenzung.

Quelle: dpa

Hardegsen. Mit der künftigen Höchstspannungsleitung sei Hevensen schon genug belastet, wandte sich Eckhardt Hübner (SPD) gegen eine Mehrfachbelastung des Dorfs und erntete den ersten Applaus.

Rund 20 Zuhörer waren gekommen, auch Vertreter der Bürgerinitiative Moringer Becken gegen Windkraft in einem ihrer Meinung nach unwirtschaftlichen Areal.

Beifall bekamen auch Michael Selke (FDP) und Rainer Lutter (Hardegsen 21) mit der Bemerkung, dass das Moringer Becken von anderen Planern klar als windschwaches Gebiet eingestuft werde. Die Abstimmung mit den Nachbargemeinden fehle, monierte Lutter außerdem. Denn es spiele eine Rolle, ob man auf vier oder auf 20 Anlagen blicke.

„Vertrauen ist da nicht mehr da“

Überrumpelt fühlte nicht nur er sich davon, dass die Untersuchungen zur Vorgelwelt im Windeignungsgebiet Hevensen abgeschlossen seien. Die von Helmolt Consult habe immer betont, diese erst einzuleiten, wenn die entsprechenden Beschlüsse gefasst seien.

„Vertrauen ist da nicht mehr da“, sprach sich Lutter gegen die vom Planer angebotene Fortsetzung der Zusammenarbeit aus. Von Helmolt Consult hatte Anfang August den städtebaulichen Vertrag mit der Stadt zur Änderung des Flächennutzungsplans gekündigt.

Wer noch auf den elf Jahre alten Flächennutzungsplan baute, dem nahm Hardegsens Bürgermeister Dieter Sjuts (parteilos) jede Hoffnung: In einem Rechtsstreit räumte er ihm keinen Bestand ein. Als wichtig bezeichnete Lutter die Akzeptanz für Windkraftanlagen.

Zum Beispiel durch Beteiligungsmodelle sei die Bevölkerung einzubinden. Eine abschließende Entscheidung zur Höhenbegrenzung soll aus seiner Sicht der Stadtrat fällen. Tenor im Ausschuss: Lichtenborn sei im Stadtgebiet der richtige Platz für Windkraftanlagen. Die vorhandenen Windräder werden nach einer Meinungsumfrage in dem Dorf gerade aufgerüstet.

Ute Lawrence

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Potenzialanalyse

„Das wird richtig unangenehm“, befürchtet der Bürgermeister der Gemeinde Niemetal, Klaus Heinemann (parteilos). Der Flecken Adelebsen will in Güntersen weitere Flächen für Windräder ausweisen. Und die Samtgemeinde Dransfeld plant zusätzliche Flächen zu den bereits bestehenden östlich von Imbsen. Dort sollen drei neue, 200 Meter hohe Anlagen entstehen.

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