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„Harder und die Göre“: Göttinger Filmproduktion geht weiter

Weitere Teile in Planung „Harder und die Göre“: Göttinger Filmproduktion geht weiter

„Schon nicht schlecht. Das machen wir aber noch mal.“ Regisseur Oliver Clark fordert Schauspieler Harry Baer. Mal für Mal lässt er den routinierten Schauspieler die Textzeilen sprechen, bis sie synchron zum Bild sind und in der Intonation zur Szene passen. So lange, bis Clark und Sounddesigner Thomas Körber zufrieden sind.

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„Und Aufnahme“: Regisseur Oliver Clark (links) und Sound-Mann Thomas Körber arbeiten am Ton für den Krimi „Harder und die Göre“.

Quelle: Heller

Weende / Göttingen. Bei der Produktion für den Spielfilm „Harder und die Göre“ standen in dieser Woche zwei Tage Nachvertonungen in Körbers Studio in Weende an. Baer, der die Hauptrolle des Kommissars Harder spielt, war Dienstag an der Reihe. Nachvertont wurden die Stellen im Film, in denen der Originalton zu leise ist oder durch den Bildschnitt gelitten hat. Im Sommer hatten die Dreharbeiten zu dem 90-Minuten-Krimi in Göttingen begonnen.

Nachvertonung und Aufnahme zusätzlicher Soundeffekte

„Der Bildschnitt und der Vorspann sind inzwischen fertig“, erläutert Clark den Fortschritt des Göttinger Spielfilmprojektes. Aus 30 Stunden Rohmaterial hat Editorin Doreen Ignaszewski 90 Minuten Spielfilm geschnitten. Parallel zur Nachvertonung und der Aufnahme zusätzlicher Soundeffekte werde, so Clark, an den visuellen Effekten gearbeitet: „Damit es noch schöner und cooler aussieht.“ Etwa wenn der strahlend blaue Himmel an einigen Drehtagen durch Wolken verdüstert wird, um der düsteren Grundstimmung des Films gerecht zu werden. Zu dieser Arbeit gehört aber auch, dass kleine technische Patzer wie Kamerawackler ausgebessert werden.

„Im Mai wollen wir mit dem Film fertig sein“, erklärt Clark. Dann werde es eine Premiere für das Team geben, bevor der Film ab Sommer auf Festivalreise gehen soll. Bewerbungen für die Festivals liefen, so Clark. Danach soll der Film dem Göttinger Publikum vorgestellt werden. Clark plant Aufführungen im Cinemaxx und Lumière.

Mit dem fertigen Film will Clark bei Fernsehsendern und Produktionsfirmen vorstellig werden. Das Ziel: Geldgeber für Fortsetzungen einzuwerben. Ideen für Teil zwei und drei gebe es bereits. „Von Anfang an war es als Serie geplant.“ Voraussetzung dafür ist eine gesicherte Finanzierung.

Film hat „Wert“ von 800 000 bis 900 000 Euro

Denn einen weiteren Teil in teils selbstausbeuterischer Manier zu drehen, ohne die Schauspieler, die jetzt teils unentgeltlich oder weit unter üblichen Gagen spielten, und andere Teammitglieder angemessen zu bezahlen, das funktioniere nicht, sagt Clark. Rechne man alle für den ersten Teil erbrachten Leistungen zusammen, habe der Film einen „Wert“ von 800 000 bis 900 000 Euro. 60 000 Euro Filmförderung bekam der Film.

Auch Hauptdarsteller Harry Baer will bei einer Fortsetzung wieder mit dabei sein. „Der erste Harder-Film hat riesig Spaß gemacht“, sagt der Schauspieler, der bereits mit Reiner Werner Fassbinder gedreht hat. Das Projekt sei bis ins Kleinste durchdacht gewesen. Und die Rolle des kurz vor der Pension stehenden Kommissars sei ihm wie auf den Leib geschrieben. Anteil an seiner Zufriedenheit hat auch die „perfekte“ Zusammenarbeit mit Paula Hans, die im Film Harders Kollegin Sylvia Bergmann spielt. „Zimtziege“ und „kleine Giftmischerin“ nennt Baer sie.

Den fertig geschnittenen Film hat Baer übrigens noch nicht gesehen. Für einen Schauspieler alter Schule verbietet sich das. „Ich muss den vorab auch gar nicht sehen. Ich weiß, dass ich gut war. Ich weiß, dass der Film gut wird“, sagt er lachend.

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„Harder und die Göre“

Mit einem spektakulären Außendreh hat das Team von Harder-Film am Dienstagabend vor dem deutschen Theater seine Dreharbeiten zum Kriminalfilm „Harder und die Göre“ abgeschlossen. Es handelte sich um eine der Schlussszenen des Films mit sieben Rettungs- und Einsatzfahrzeuge der Malteser, des DRK und der Polizei samt dem dazugehörigen Personal.

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