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Hausbesetzung in Göttingen: Uni nimmt Anzeige gegen Studenten zurück

Suche nach Wohnraum Hausbesetzung in Göttingen: Uni nimmt Anzeige gegen Studenten zurück

In einem Gespräch haben sich Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel sowie Vertreter der Studenten, des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) und des Studentenwerkes am Dienstag verständigt, die Wohnraumsituation für Studenten zu untersuchen. Dafür solle der Bedarf an Wohnraum ermittelt und nach geeigneten Gebäuden gesucht werden.

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Hausbesetzung Geiststraße 10: Aktion führt zum Gespräch.

Quelle: Vetter

Göttingen. Die Wohnraumsituation sei ein Problem, „das uns beschäftigt“, sagte Beisiegel. „Wir werden gemeinsam mit der Stadt, dem Studentenwerk und den Studierenden nach Lösungsmöglichkeiten suchen.“ Sie verweist zudem auf das für 2015 geplante Wohnheim auf dem Nordcampus. Darüberhinaus soll es Anfang Februar eine Podiumsdiskussion zur Wohnungsnot geben.

Beisiegel hatte die Studierenden zum Gespräch eingeladen, nachdem diese vergangenen Mittwoch ein leer stehendes, ehemals als Wohnheim genutztes Gebäude der Universität an der Geiststraße 10 besetzt hatten. Die Polizei hatte das Haus, nachdem die Uni Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch gestellt hatte, geräumt. Das Präsidium hat die Anzeigen nach Auskunft von Uni-Sprecher Romas Bielke gestern zurückgenommen. Der Asta begrüßt das: „Dies war die einzig vertretbare Entscheidung, um in konstruktive Gespräche treten zu können“, so Referentin Juliane Imbusch.

Mit dem Gesprächsergebnis ist der Asta zufrieden. Das Gespräch habe gezeigt, „dass das Thema studentische Wohnungsnot endlich auch bei der Universitätsleitung angekommen ist“, sagte der Asta-Vorsitzende Tobias Fritzsche. Allerdings, so Asta-Referentin Pauline Wildenauer, sei es unglaublich, dass Studierende „erst nach einer kreativen und gerechtfertigten Aktion wie letzte Woche Gehör finden und etwas passiert .“

Für die Rücknahme der Anzeigen hat sich auch die Ratsfraktion der Grünen bei Beisiegel bedankt. Die Forderungen der Studenten seien berechtigt, sagte Ratsmitglied Frank Gottwald. Das Thema Wohnungsnot sei vom Land, Stadtverwaltung und Uni vernachlässigt worden, so der Vorwurf. Nach Ansicht von Marie Kollenrott, Sprecherin des Grünen-Kreisverbandes, könnten, neben dem Studentenwerk, auch Stadt und Uni zur Lösung des Problems beitragen, in dem sie Rahmenbedingungen schaffen.

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Geiststraße 10
Vor der Räumung: Die Polizei hält die Demonstranten in der Geiststraße auf Abstand.

Die Polizei hat am Donnerstag eine Besetzung des ehemaligen Studentenwohnheims in der Geiststraße 10 beendet und das Haus geräumt. Die letzten verbliebenen elf Besetzer wurden am Mittag von Einsatzkräften, unter anderem Beamte der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE), die das Geschehen filmte, nach draußen getragen.

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