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Heftiger Streit im Rat um Grundschulpolitik

Adelebsen Heftiger Streit im Rat um Grundschulpolitik

Soll die Grundschule in Adelebsen eine Ganztagsschule werden? Ein entsprechender CDU-Prüfauftrag hat nun zu einer heftigen Kontroverse im Gemeinderat Adelebsen geführt. Die Verwaltung wird darin gebeten, die Voraussetzungen zur Einführung einer offenen, teilweise offenen und gebundenen Ganztagsschule zu prüfen.

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Die Grundschule Adelebsen als Ganztagsschule? Die SPD wettert gegen ein „Billigmodell“, die CDU spricht von Wahlkampf.

Quelle: Pförtner

Adelebsen. Begründet wird dies damit, dass sich bei der jetzt bestehenden kostenpflichtigen außerschulischen Betreuung ein großer Bedarf zeige.

Die Ganztagsschul-Idee brachte jedoch Ralf Wahrhusen (SPD) auf die Barrikaden. Mit dem Antrag würden Erwartungen bei Eltern geweckt, Schulleitung und Lehrkräfte unter Druck gesetzt. Dabei verweigere die CDU/FDP-Landesregierung eine ordnungsgemäße personelle Ausstattung und favorisiere ein Billigmodell. Diese „Nachmittags-Aufbewahrung“ sei kein pädagogisch vertretbares Konzept.

Die CDU-Fraktionsvorsitzende Nicole Schulz zeigte sich von der Schärfe der Antwort überrascht. Aber es stünden ja auch Landtagswahlen an. Es gehe lediglich um einen Prüfauftrag und noch nicht um eine Entscheidung erklärte sie. Es gebe auch Menschen, die das Ganztagsschul-Modell nicht so schwarz sehen. Zudem stehe die jetzige kostenpflichtige außerschulische Betreuung nicht allen Kindern gleichermaßen offen.

Erwartungshaltung im Flecken geschaffen

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Norbert Hille bedauerte dagegen, dass mit dem Prüfauftrag Unruhe und eine nicht zu erfüllende Erwartungshaltung im Flecken geschaffen worden seien. Denn der Antrag suggeriere die Einrichtung einer Ganztagsschule. Es wäre besser gewesen, wenn die CDU zuvor eine interfraktionelle Abstimmung gesucht hätte, so Hille. Dann hätte man intern in eine Prüfung gehen können, ob eine Ganztagsschule von den Eltern und Lehrern gewollt sei. Mit dem Antrag habe die CDU einem Votum von Lehrer- und Elternschaft vorgegriffen. Hille schlug vor erst einmal zu prüfen, welche Planungen die Schule verfolge.

Schulz verwahrte sich dagegen, dass die CDU an Schule und Eltern vorbei planen wolle.  Man habe lediglich den Wunsch, gemeinsam offen zu diskutieren. Und die SPD hätte auch von sich aus einmal das interfraktionelle Gespräch suchen können, fügte Schulz an.
Auch die SPD-Ratsfrau – und Schulleiterin – Margrit Wolter forderte, zuerst müsse die Schule gehört werden. Dem pflichteten auch die beiden Grünen-Ratsfrauen Cathrin Stemme und Petra Löb-Kompart vor.

Bürgermeisterin Dinah Stollwerck-Bauer (CDU) machte schließlich einen Kompromissvorschlag. Es könne ja zunächst ein Gespräch zwischen Schulvorstand und Schulausschuss geben, für das die Verwaltung die Informationen zur Ganztagsschule vorbereiten könne. Auf diese Weise soll nach dem Willen des Rates nun verfahren werden.

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