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Heile Welt und Weltuntergang

Wochenend-Kolumne Heile Welt und Weltuntergang

Hinter uns liegt die Woche der Jahresrückblicke. Wobei man gar nicht so weit zurückblicken musste, um mal wieder so richtig Spaß zu haben. Da gab es beispielsweise unsere Familienministerin Kristina Schröder und ihre wunderbar heile Welt. In der sie ihrem Nachwuchs natürlich völlig politisch korrekt Kinderbücher vorliest, wie sie in einem Zeitungsinterview verkündet hat.

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Tageblatt-Chefredakteurin Ilse Stein blickt in ihrer Kolumne zurück in die Woche.

Dabei verschwindet dann in der Schröderschen Variante der Negerkönig aus Pippi Langstrumpf. Vermutlich liest Schröder den schrecklichen Zappelphilipp gar nicht vor, von den Grimmschen Märchen ganz zu schweigen.

Eine Debatte, die wir – wie ich dachte – mit den 68ern hinter uns gebracht haben. Denen hatte nämlich der berühmte Psychologe Bruno Bettelheim mit einem Buch 1976 ganz gründlich die Leviten gelesen. Sein Werk „Kinder brauchen Märchen“ interpretiert die traditionellen Märchen der Brüder Grimm psychoanalytisch. Trotz aller Grausamkeiten hielt der Autor die Märchen für wertvoll, weil sie stets gut ausgingen. Vielleicht hat dieses Buch doch noch den Weg unter Frau Schröders Weihnachtsbaum gefunden.

Denn Weihnachten haben wir alle erlebt, nachdem wir die diversen Weltuntergangs-Szenarien genüsslich betrachtet haben. Sogar die Redaktion des Tageblattes machte sich den Spaß, am 21. Dezember den Maya-Untergangstag mit einem Liveticker auf Facebook zu begleiten – zusammen mit vielen ebenfalls heiter gestimmten Freunden.

Nun dreht sie sich halt doch, die gute alte Erde. Und wir dürfen uns wieder mit den kleinen und großen Dingen des Alltags beschäftigen. Etwa den Weihnachtsbäumen, den großen oder kleinen. Denn die müssen demnächst ja entsorgt werden. Nachdem uns die Forstgewerkschaft vorgerechnet hat, dass es allein im Kreis Göttingen so viele Christbäume gibt, dass sie aneinandergelegt über 200 Kilometer Strecke ergäben, finden wir es schön, dass sie doch eher aufeinandergestapelt werden – auf den diversen Sammelplätzen in Stadt und Kreis. Noch aber stehen sie, die geschmückten Tannen und Fichten.

Und wir schmücken uns für den anstehenden Jahreswechsel. Denn glitzern darf es noch zum Neujahrsfest, nicht aber krachen. Jedenfalls nicht in den historischen Innenstädten wie Münden, Duderstadt oder Göttingen. Wobei die Aussichten darauf, dass dieses Verbot in Göttingen eingehalten wird, eher gering sind. Wetten, rund ums Gänseliesel wird wieder geballert, was das Portemonnaie so hergibt? Für eine nötige Kontrolle hat die Stadt nämlich kein Personal. Da nutzt das schönste Verbot eben nichts. Frohes neues Jahr!

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