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„Herzenswärme und Menschlichkeit“

Weihnachten in Friedland „Herzenswärme und Menschlichkeit“

Es begann dreisprachig: deutsch, russisch und arabisch. Doch dann hatten die Dolmetscher frei. Erstmals wurde nur noch deutsch gesprochen bei der Weihnachtsfeier im Grenzdurchgangslager Friedland.

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Quelle: Hinzmann

Denn die meisten der derzeit gut 550 Menschen, die im Niedersächsischen Integrationszentrum – so der offizielle Name – leben, lernen bereits seit Monaten in eigens für sie entwickelten Sprach- und Integrationskursen. Und so erklangen denn die Gedichte der Kinder fließend und nur noch mit leichtem Akzent.

Harmonisch saßen sie beieinander – hier die deutschen Spätaussiedler aus Russland, der Ukraine oder Kasachstan (derzeit 450), dort jüdische Immigranten (50) oder Christen aus dem Irak (64). Viele Kinder und Jugendliche unter ihnen.
35 von ihnen betraten schließlich die Bühne und sangen: „Wir wollen aufstehen, aufeinander zugehen, voneinander lernen, miteinander umzugehn...“ Ergreifende Momente an einem „Ort der Herzenswärme und Menschlichkeit“, wie Michael Griesbeck, Vizepräsident des Bundesamtes für Migration, Friedland nannte. 2069 der erwarteten 2500 Iraker, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden und in Europa aufgenommen werden, sind bereits in Friedland angekommen. Ein „funktionierendes Miteinander“ erlebten sie in Friedland. „Herr Minister, sie können stolz sein auf dieses niedersächsische Zentrum für Integration“, sagte er zu Uwe Schünemann (CDU), der seinerseits „alle sehr herzlich willkommen in unserem Land“ hieß.

Vor allem aber bedankte sich Schünemann bei den Mitarbeitern und Hilfsorganisationen, die sich um die Menschen in Friedland seit mehr als 60 Jahren kümmern. In diesem Jahr haben sie 3500 Spätaussiedler (Vorjahr 4300) aufgenommen und versorgt. Bis Ostern werden auch die letzten irakischen Christen noch betreut.

ck

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