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Hilfe für Hagenweg in Göttingen

Mieterverein: „Mieter nicht schutzlos“ Hilfe für Hagenweg in Göttingen

Nach Auffassung des Mietervereins Göttingen sind die Bewohner des Hagenwegs 20 den „unhaltbaren Zuständen“ und den Eigentümern der Immobilie nicht recht- und schutzlos ausgeliefert.

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Hagenweg 20: Mieterverein unterbreitet Stadt Hilfsvorschläge.

Quelle: Pförtner

Göttingen. Cornelius Blessin, Vorsitzender des Vereins, schlägt vor, dass Mieterverein und Stadt Vereinbarungen treffen, wonach die Gemeinde für die Mieter, für die sie die Kosten der Unterkunft trägt, die Mitgliedschaft im Mieterverein übernimmt. Der Mieterverein könnte dann außergerichtliche Beratung anbieten.

Blessin nennt das Beispiel Kiel, wo entsprechende Vereinbarungen getroffen wurden. „Solche Vereinbarungen werden über mehrere Jahre praktiziert und führen bei den Städten zu einer erheblichen finanziellen Entlastung.“ Die Verwaltungen seien häufig schon aus Zeitgründen gar nicht in der Lage, sich um einzelne Mietverhältnisse intensiv zu kümmern.

„Es wäre im Sinne der Verwaltung und insbesondere auch der Bewohner des Hauses Hagenweg 20 wünschenswert, wenn sich eine entsprechende Regelung auch für Göttingen treffen ließe“, sagt Blessin.

Fristlose Kündigung

Denn: Ein wesentlicher Grund der derzeitigen Misere der Bewohner im Hagenweg liege darin, so Blessin gegenüber dem Tageblatt, dass für Bezieher von Arbeitslosengeld 2 im Rahmen der Übernahme der Kosten der Unterkunft die tatsächlichen Mietkosten erstattet würden.

„Wenn nun ein Hilfeempfänger wegen der Mängel im Hause Hagenweg 20 die Miete mindert, bekommt er im Rahmen der Kosten der Unterkunft nur die geminderte Miete erstattet. Er trägt aber das alleinige Risiko, das darin besteht, dass ein Gericht die Minderung insgesamt oder in der Höhe für überzogen hält“, argumentiert Blessin.

Ferner trage der Mieter auch das Risiko einer fristlosen Kündigung wegen Zahlungsverzugs. Blessin vermutet: „Aus diesem Grund dürften viele Hilfeempfänger von einer Minderung der Miete absehen, da sie hiervon keinerlei Vorteil haben.“

Blessin berichtet, dass er einen ähnlichen Vorstoß bereits mündlich vor Jahren beim städtischen Sozialamt gemacht habe. Dieser sei von der Stadt aber nicht weiter verfolgt worden.

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„Hoffnung“ – in großen Buchstaben prangt das Wort auf einer Bank am Hagenweg. Wer darauf sitzt, blickt auf das Haus mit der Nummer 20. Wie Hohn sei es den Bewohnern damals vorgekommen, als die Bank aufgestellt wurde, sagt Daniela S. Denn Hoffnung, sagt sie, habe im Hagenweg 20 kaum noch jemand.

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