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Historische Karten und Leser-Fragen

Wochenend-Kolumne Historische Karten und Leser-Fragen

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Noch fünf Tage bis Weihnachten. Allerletzter Termin für einen schriftlichen Weihnachtsgruß an Freunde und Verwandte. Oder Sie verschicken einfach per Mail einen Hinweis auf unsere historischen Weihnachtskarten aus Göttingen und Umgebung, mit denen wir in diesem Advent Ihnen täglich ein Adventstürchen öffnen. Denn im Internet haben wir sie alle gesammelt, zum dauerhaften Vergnügen. Übrigens, hätten Sie es gewusst: Es war im Dezember 1843 als der junge britische Staatsbeamte Henry Cole den Illustrator und Maler John Callcott Horsley beauftragte, für ihn eine Weihnachtskarte mit dem Text: „Merry Christmas and a Happy New Year to You“ zu kreieren – vermutlich weil er keine Lust hatte, dies immer handschriftlich zu erledigen. Horsley schuf eine dreigeteilte Karte, nach dem Vorbild eines Altarbildes, eines Tryptichons. Das Mittelstück zeigte eine fröhliche Gesellschaft, die sich dem Genuss des Essens und Trinkens hingab, jedes der zwei Seitenbilder stellte eine gute Tat dar – die Bekleidung der Nackten und die Speisung der Hungrigen.
Henry Cole, der eine eigene Lithographenanstalt besaß, druckte von diesem Motiv 1000 Karten in einer handkolorierten Auflage und verkaufte diese zu dem damals horrenden Preis von einem Shilling pro Stück. Es wird angenommen, dass mit dem Auftrag von Cole an Horsley die Geburtsstunde der Weihnachtskarte eingeläutet wurde und damit einen Brauch auslöste, der sich gut 150 Jahre später immer noch steigender Beliebtheit überall auf der Welt erfreut. Einige von diesen seitdem entstandenen historischen Karten aus der Region haben wir inzwischen mit Hilfe von Sammlern und Lesern zusammengetragen und für die Nachwelt archiviert. Wenn Sie noch mehr solcher historischer Ansichten aus unseren Städten und Gemeinden in Südniedersachsen besitzen und andere an dem Sehvergnügen teilhaben lassen möchten, schicken Sie uns einfach eine Mail (redaktion@goettinger-tageblatt.de) oder rufen Sie an: 05 51 / 90 17 66.

Die Zahl der Weihnachtskarten, die der Redaktion ins Haus flattern, ist auch in diesem Jahr wieder riesig. Häufig mit Gedichten oder Sinnsprüchen verziert – manche zum Nachdenken anregend, manche auch ein wenig überdreht.Einige wenige als fast persönliche Briefe mit dem netten Hinweis, sich zu den Feiertagen doch selbst zu beschenken – mit ein wenig Ruhe. Eine gute Idee!

Vorher allerdings werden wir noch einige Zeitungsausgaben produzieren bis hin zum kommenden Donnerstag, der dann in unserem Sinne ein Sonnabend ist – da wir für Sie eine Wochenendausgabe produzieren. Mit hoffentlich vielen schönen Lesegeschichten für die bevorstehenden drei (!) Feiertage dieses Weihnachtsfestes 2009. Dazu gehört dann immer auch die Formulierung einer neuen Frage der Woche. Wobei uns GT-Leser Peter Steines behilflich sein wollte. Mit einer ganzen Reihe von Fragen. Eine davon: „Wie hoch ist der Prozentsatz der nicht veröffentlichten Leserbriefe?“. Das wisssen unsere Leser natürlich nicht, weshalb die Umfrage gelinde gesagt nutzlos wäre. Eine Antwort erhalten Sie heute dennoch: Dieser Prozentsatz liegt bei etwa fünf bis zehn Prozent. Denn nicht veröffentlicht werden unter anderem: anonyme Schreiben, solche die in irgendeiner Form gerichtsrelevant werden könnten – etwa indem Mitbürger beleidigt oder beschimpft werden. Oder wenn Leserbriefschreiber fünf Briefe pro Woche senden: Dann sehen wir uns verständlicherweise gezwungen, eine Auswahl zu treffen. Weitere Fragen zur Arbeit der Redaktion gerne direkt per E-Mail an: i.stein@goettinger-tageblatt.de.

Flattert doch gestern noch eine Meldung von SPD und Grünen aus dem Göttinger Rat ins Haus: Die im Stadtetat 2010 vorgesehenen Planungskosten für die umstrittene Südumgehung (neuerdings Südspange genannt) sind mal wieder gestrichen. Dafür hat man sich etwas anderes einfallen lassen: eine Bürgerbefragung im Frühsommer. Die dauert dann einen ganzen Tag: Man darf also getrost davon ausgehen, dass die nötige Beteiligung nicht erreicht wird. Und hätte dann ein für alle Mal das Thema vom Tisch. Da war jemand wieder sehr kreativ…

Von Ilse Stein

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