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Holtenser Bürger in dreieinhalb Jahrhunderten

„Das Familienbuch Holtensen“ Holtenser Bürger in dreieinhalb Jahrhunderten

Fast vier Jahre lang haben sich Elsa Vollmer und Hans-Werner Diederich von der Ortsheimatpflege Holtensen, unterstützt von Heinz Halm, Werner Schmidt und Dietmar Schwarzer, durch alte Kirchenbücher, Aufzeichnungen von Lehrern, Steuer- und Schatzregister gekämpft. Die Ergebnisse haben sie auf 266 Seiten zusammengefasst. Herausgekommen ist ein „Familienbuch“, in dem Holtenser Bürger und ehemalige Einwohner ihre Familienstammbäume nachvollziehen können.

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Dorfstraße in Holtensen 1955: Aufnahme aus dem Archiv der Ortsheimatpflege.

Quelle: EF

Holtensen. Ende des 13. Jahrhunderts beginnt die Geschichte Holtensens. Die ältesten Aufzeichnungen, die Ortsheimatpflegerin  Vollmer und ihren Mitstreitern zur Verfügung standen, stammen aus der Mitte des 17. Jahrhunderts. Die Heimatkundler suchten nach Daten und Fakten aus dem Leben der Bürger: Geburt, Todestag, Taufe, Konfirmation, Ehepartner, Kinder, Weg- oder Zuzug.

Mehr als 2400 Familien umfasst das in den Göttinger Werkstätten gedruckte Buch. Über Namensregister und ein von Diederich ausgetüfteltes Zahlensystem können Männer und Frauen im Buch aufgespürt und ihre familiären Beziehungen nachvollzogen werden. Eine kleine Statistik: Die älteste Eintragung ist die über Sinert Butenwech aus dem Jahr 1448. Die meisten Einträge gibt es über die Familien Ahlbohrn (151 Familien) und Oberdieck (83 Familien). Nach Datenschutzrichtlinien wurden aktuelle und Bewohner der jüngsten Vergangenheit zwar namentlich aufgeführt, aber keine Details ihrer Lebensdaten genannt.

Beim Durchforsten der alten Aufzeichnungen stieß Vollmer oftmals auf kleine Geschichten am Rande, „wenn der Pastor mehr als fünf Zeilen geschrieben hat, lag bei dem Menschen etwas im Argen“. So zum Beispiel bei Maria Elisabeth Jaekel, deren Ehemann Johann Nicolaus im Jahr 1753 die Anerkennung für Söhnchen Johann Christian verweigerte.

Der Pfarrer notierte nicht nur den Eklat, sondern auch die weitere Entwicklung: „Scheider Nicolaus Jaekel hat sich inzwischen wieder bei seiner Ehefrau eingefunden und sich mit ihr vertragen.“ Diese Geschichten aber bewahrt sich Vollmer für ein Folgebuch auf: eine Ortschronik, in deren Mittelpunkt Holtenser Schicksale stehen.

Das Buch kostet 19,50 Euro und kann über Ortsheimatpflegerin Elsa Vollmer bezogen werden. Auch auf dem Weihnachtsmarkt des CDU-Ortsverbandes und der Vereine wird es verkauft. Der beginnt morgen, Sonnabend, um 15 Uhr auf dem Hof Mecke, Im Alten Dorfe 11.

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