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Hort in Obernjesa bleibt vorerst bestehen

Hortdebatte Hort in Obernjesa bleibt vorerst bestehen

Der Elternprotest in der Hortdebatte hat sich ausgezahlt. Die Rosdorfer Politik hat dem Hort in Obernjesa nun doch Bestandsschutz zugesichert – so lange es genügend Bedarf gibt. Das teilten die Fraktionsvorsitzenden von SPD, CDU und Grünen jetzt während einer Info-Veranstaltung in Dramfeld mit. Manchen Eltern schien das indes nicht zu genügen.

Sie hatten wohl mit etwas mehr Anerkennung gerechnet. Soeben hatten die Fraktionsvorsitzenden der Rosdorfer Ratsparteien von CDU, SPD und Grünen ihr Lösungskonzept in der Hortfrage vorgestellt. Unter anderem hatten sie darin dem umkämpften Hort in Obernjesa eine Art Bestandsschutz zugesichert und sich somit dem heftigen Elternprotest (Tageblatt berichtete) gebeugt. Doch die rund 60 Eltern im Dramfelder Dorfgemeinschaftshaus blieben still. Kein Raunen. Kein Applaus.
Dabei wäre diese Kehrtwende noch vor knapp zwei Monaten beinahe undenkbar gewesen. Zu festgefahren wirkten die Meinungen. Jetzt aber soll nicht nur der Hort in Obernjesa auf längere Sicht bestehen bleiben. Um die Bauphase des Hortes an der Grundschule Dramfeld zu überbrücken, wird ferner bereits zum kommenden Kindergartenjahr eine weitere kleine Gruppe in Mengershausen eingerichtet. Diese soll dann nach Dramfeld umziehen, sobald dort alle Arbeiten abgeschlossen sind. Frühestens wäre dies im Sommer 2010 der Fall.

„Variable Lösung“

Jörg Kunkel (SPD) nannte das Konzept „eine variable Lösung, keine Notlösung“. Auf diese Weise könne man flexibel auf die Entwicklung des Bedarfs an Hortplätzen reagieren. Nur wenn es in Obernjesa keinen Bedarf mehr gebe, werde man die Hortplätze in Dramfeld zentrieren. Danach sehe es aber momentan nicht aus. Auch Jörg Winter (CDU) warb, nachdem er Fehler im Umgang mit den Eltern eingeräumt hatte, für die Möglichkeit, einen Hort in Dramfeld zu bauen und gleichzeitig den in Obernjesa bestehen zu lassen.
Nach einem kurzen Moment der Stille erhob sich ein Mann und wies darauf hin, dass man nicht vergessen dürfe, dass die Gruppe in Obernjesa eine integrative sei, dort also auch Kinder mit „Defiziten“ untergebracht seien. Man solle die kleine Gruppe daher in Obernjesa belassen. „Unsere Kinder hängen in der Luft. Wir sind allein erziehend, wir brauchen unseren Hort“, rief eine Mutter. Und ein weiterer Gast aus Obernjesa sagte: „Ich finde Übergangslösungen nicht gut.“

Einigen Eltern aus Dramfeld und Mengershausen platze da der Kragen. „Was will man denn noch mehr“, erregte sich eine Frau. „Besser eine Übergangslösung als gar keine Lösung“, raunte eine andere. Bürgermeister Harald Grahovac (SPD) versuchte zu beschwichtigen. Er habe immer vermeiden wollen, dass es irgendwann heiße: „guter Hort, schlechter Hort“. Dafür aber ist es wohl schon zu spät.

Von Andreas Fuhrmann

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