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Hunderte Schüler tauschen Schulbank gegen Arbeitsplatz

Zukunftstag in der Region Hunderte Schüler tauschen Schulbank gegen Arbeitsplatz

Mädchen als Handwerker, Jungen als Erzieher: Hunderte Schüler haben gestern in Institutionen, Behörden und Firmen der Region an Aktionen zum Zukunftstag teilgenommen.

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Im Einsatz für die Wildtierpflegestation des Naturschutzbundes Göttingen: Hier bauen Schüler Nistkästen.

Quelle: Hinzmann

Im Göttinger Universitätsklinikum legten die Teilnehmer Verbände an und lernten, worauf es bei einer Wiederbelebung ankommt – auf einer eigens für sie eingerichteten Station. Bettenhaus 2, Station 4023. In blauen Kitteln stehen die Schüler auf einem der unzähligen Gänge im Klinikum. Hier ist heute alles auf den Zukunftstag eingestellt – und auf die 37 Mädchen und 20 Jungen. Sechs Stationen mit sechs Themen werden sie heute absolvieren – eines davon ist Wiederbelebung.

"Bunte Gipse in der Zentralen Notaufnahme – Zukunftstag am EKW"

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Sandra (13), Lane (14) und Elisa Marlene (13) kommen gerade von der Station Wundversorgung. Gegenseitig haben sie sich blaue Verbände an den Armen angelegt – nicht zu fest und nicht zu locker. „Ich wollte einfach mal wissen, wie die hier arbeiten“, sagt Elisa Marlene. Sandra ist da schon einen Schritt weiter. „Ich interessiere mich allgemein für Medizin. Ich würde später gerne Ärztin werden“, erklärt die 13-Jährige. Lane würde sich später gerne um Neugeborene kümmern. Daher freut sie sich schon auf den Besuch der Kinderstation. „Das hier ist einfach eine gute Chance, sich zu orientieren, bevor man ein Schulpraktikum wählt“, sagt die 14-Jährige. Nach einem Tag wisse man, ob einem das Berufsfeld gefalle. Auch Elisa Marlene findet das Angebot gut. „Schließlich wissen viele nicht, was sie mal machen wollen.“ So bekomme man schon mal einen guten Einblick, ergänzt Sandra. „Die geben sich sehr viel Mühe.“

Carsten Jung hat von seiner Tante, die im Klinikum arbeitet, schon viel über die Arbeit in einem Krankenhaus gehört. Jetzt will er sich auch selbst ein Bild machen. „Gleich gehen wir zum Hubschrauberlandeplatz, das finde ich gut“, sagt der 13-Jährige.

Informationen und Aktionen
Seit 2001 gibt es in Deutschland den Girlsday. Mädchen sollen sich dabei über naturwissenschaftliche oder handwerkliche Berufe informieren. Um die Jungen nicht auszugrenzen, wurde der Tag 2005 in Niedersachsen in Zukunftstag umbenannt. Sie sollen so parallel zu den Mädchen Einblicke in erzieherische oder pflegerische Berufe erhalten. Der Bund zog in diesem Jahr mit dem Boysday nach. An Aktionen zum Zukunftstag dürfen alle Schüler der 5. bis 10. Klasse teilnehmen. Ihre Schulen müssen sie dafür vom Unterricht freistellen. Unter anderem führten gestern auch folgende Institutionen und Firmen in der Region einen Zukunftstag durch: Polizei Göttingen, Weender Krankenhaus, Institut für Physik, Göttinger Tageblatt, Junges Theater, Laser-Laboratorium Göttingen, Firma Kappa, Nabu Göttingen, Firma Coherent, Firma Dikon, Hotel Freizeit In.

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Kommentar

Herzlichen Glückwunsch, lieber Girlsday, zum zehnten Geburtstag. Schenkt man den vom Bund genannten Zahlen Glauben, hast du bislang mehr als einer Million Mädchen dabei geholfen, sich über typische Jungenberufe zu informieren. Das hört sich toll an, obgleich dir die Jungen bisher ziemlich egal waren.

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