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Hyperaktive Zwillinge nehmen Zeit in Anspruch

„Keiner soll einsam sein“ Hyperaktive Zwillinge nehmen Zeit in Anspruch

Immer wieder geraten Menschen in Not, werden heimgesucht von persönlichen Katastrophen und Tiefschlägen. Diesen Menschen bieten soziale Einrichtungen in der Region Hilfe. Zugunsten dieser Anlaufstellen in Krisenzeiten sammelt „Keiner soll einsam sein“, die Tageblatt-Benefizaktion.

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Aufräumen am freien Tag: Tina Bönig hält das Kinderzimmer ihrer Zwillinge sauber.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Ihre fünfjährigen Zwillinge sind verhaltensauffällig. Diagnose: ADHS. „Sie sind sehr lebhaft“, bestätigt die alleinerziehende Mutter Tina Bönig. Sie arbeitet selbst als Erzieherin und ist froh, dass sie mittlerweile einen Kindergartenplatz für ihre beiden Sprösslinge gefunden hat. Das sei schwierig gewesen. „Aus einem Kindergarten sind die beiden rausgeflogen, da sie nicht gruppenfähig seien“, sagt Bönig.

Das sei vor zwei Jahren kurz vor Weihnachten gewesen. „Da habe ich mich schon gefragt, wie es weitergehen soll.“ Sie könne schließlich nur arbeiten gehen, wenn ihre Zwillinge betreut werden. Es sei eine sehr schwere Zeit gewesen, in der ihr das Diakonische Werk geholfen habe. Sie besuche einen Gruppe für alleinerziehende Mütter.

„Zum Glück hat es ein halbes Jahr später mit einem Integrationsplatz für die beiden funktioniert.“ Sie sei Stolz, dass sie ohne staatliche Hilfe und ohne Unterhaltszahlungen des Vaters der Zwillinge auskomme, zu dem es keinen Kontakt mehr gebe.

Doch das nächste Problem zeichnet sich ab: Im nächsten Sommer werden die Kinder eingeschult. „Und für Integrationskinder gibt es keine Chance auf einen Hortplatz am Nachmittag. Wie soll ich dann aber arbeiten gehen?“, fragt Bönig. Zurzeit versuche sie, den zuständigen Mitarbeiter der Stadt für solche Fälle ausfindig zu machen, was jedoch nicht so einfach sei.

„Es scheint sich niemand zuständig zu fühlen, und ich habe etwas Angst, dass ich irgendeinen Antrag oder ein Formular übersehe.“ Theoretisch bestünde die Möglichkeit, die Kinder auf eine Förderschule zu schicken. „Aber das ist unsinnig. Die beiden sind weder körperlich noch geistig behindert.“

Mit ihrem Erzieherinnengehalt komme sie finanziell „gut über die Runden“. „Natürlich muss man gut haushalten und etwas Kreativität beweisen. Einige Dinge können wir uns natürlich nicht leisten.“ Und wenn etwas unvorhergesehen passiere, werde es finanziell brenzlig. „Vor ein paar Wochen ist mein Auto nicht angesprungen, ich brauchte eine neue Batterie. Das sind über 100 Euro, die ich nicht einfach so rumliegen habe.“ Auch große Geschenke für die Kinder oder ausgedehnte Urlaube seien nicht möglich. Aber irgendwie gehe es immer, meint Bönig und lacht.

Von Michael Kerzel

 
 
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