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IWF: Ostviertel-Bürger wehren sich

Initiative kritisiert Bebauungspläne IWF: Ostviertel-Bürger wehren sich

Im Nonnenstieg und in den benachbarten Straßen regt sich Widerstand. Widerstand gegen die geplante Bebauung des ehemaligen IWF-Geländes. Die „Initiative zum Schutz der Lebensqualität des nördlichen Ostviertels“ hat sich in Stellung gebracht und kritisiert die Anfang Oktober von der Göttinger EBR Projektentwicklung GmbH vorgestellten Pläne scharf.

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Warten auf den Abriss: das Gebäude des ehemaligen Institutes für den wissenschaftlichen Film (IWF) im Nonnenstieg.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die unter anderem von Hans-Rolf und Elizabeth Gregorius ins Leben gerufene Initiative bezweifelt die „Notwendigkeit sowie Durchführbarkeit“ der Bebauung. So stünden „die Zerstörung des nördlichen Ostviertels, die Abholzung der Flora, die Vertreibung der ansässigen Tierarten und der Verlust der Lebensqualität für die Nachbarn in keinem Verhältnis zu dem geplanten Projekt“, heißt es in einer ersten Stellungnahme.

Die ERB mit ihrem geschäftsführenden Gesellschafter Borzou Rafie Elizei plant auf dem Gelände rund 170 Wohnungen im „gehobenen Segment“, die in zehn Gebäuden, darunter sieben Atriumhäuser, entstehen sollen. Hinzu kommen 1000 Quadratmeter Fläche für Büros und Praxen und 800 für Nahversorger. 350 Parkplätze sind in einer Tiefgarage geplant.

Hauptkritikpunkt ist die „verdichtete“ Bauweise, die die Pläne des Architektenbüro Dietrich / Untertrifaller aus Wien vorsehen. Die Österreicher hatten sich in einem Wettbewerb gegen drei Mitbewerber durchgesetzt. Der Komplex „Wohnen im Park“ erinnere „in seiner Massivität an den Stil der sechziger Jahre und an Vorstadtbebauungen auf engstem Raum“.

Er wirke im Vergleich zur übrigen Bebauung in der Straße wie ein Fremdkörper. Die Initiative fürchtet auch, dass durch die „geschätzt 500“ neuen Bewohner und 170 zusätzlichen Autofahrer ein Verkehrsaufkommen entstehe, das die ohnehin schon überlastete Straße und auch die einzige Buslinie nicht bewältigen könne. Gleichzeitig werde, so die Befürchtung, der Baum- und Buschbestand weichen müssen. Ein Rückzugsgebiet für Tiere und ein Naherholungsgebiet für Menschen werde vernichtet.

Angesichts des demographischen Wandels sei es „fraglich, ob neuer Wohnraum in der Stadt überhaupt benötigt wird“. Es entstehe zudem der Eindruck, dass die Kaufpreisvorstellungen des Liquidators des IWF die verdichtete Bauweise zu Rentabilitätszwecken zur Folge hätten. „Es kann nicht sein, dass wirtschaftliche Interessen städtebauliche Entscheidungen in Göttingen mit erheblichen Einschränkungen für die Bürger diktieren“, heißt es abschließend.

Einen Informationsabend veranstaltet die Initiative am Dienstag, 27. November. Beginn ist um 19 Uhr im Saal des Studentenwohnheims Collegium Albertinum, Bonhoefferweg 2. Mehr Informationen unter pro-nonnenstieg.de.

gturl.de/nonnenstieg

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Pläne für ehemaliges IWF-Gelände

Dort wo heute noch das Gebäude des ehemaligen Instituts für den wissenschaftlichen Film (IWF) steht, sollen im kommenden Jahr zehn mehrgeschossige Wohngebäude entstehen. So sehen es die Pläne der neu gegründeten EBR Projektentwicklung GmbH vor, die gestern vorgestellt worden sind.

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