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„Ich wundere mich ob der Tonlage“

Ganztagsschule in Rosdorf „Ich wundere mich ob der Tonlage“

Die Streitereien rund um die Umwandlung der Heinrich-Grupe-Schule (HGS) in eine offene Ganztagsschule werden immer bizarrer. Jüngstes Beispiel: Der Schulausschuss des Rates der Gemeinde Rosdorf.

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Entwurfsvariante des Planungsbüros Cuborg aus Rosdorf: So könnte der Mensa-Anbau an die Heinrich-Grupe-Schule aussehen.

Quelle: EF

Erneut lieferte sich die Politik auf der einen und Vertreter der HGS sowie der Eltern auf der anderen Seite einen verbalen Schlagabtausch, bei dem es bisweilen richtig laut wurde. Worum es ging, schien manchmal nebensächlich zu sein. Manch ein Zuhörer konnte da nur mehr mit dem Kopf schütteln.

Nach Angaben von Schulleitung und Schulvorstand seien viele Fragen, die sich rund um die Einrichtung einer Ganztagsschule stellen, von Verwaltung und Politik immer noch nicht hinreichend beantwortet worden. Der Schulvorstand reichte dazu sogar einen Fragenkatalog ein. Dabei habe die Schule in den vergangenen Monaten ihre Aufgaben erfüllt. Es seien also dringend weitere Gespräche nötig.

Auf diese Vorwürfe reagierte die Politik ebenso mit Vorwürfen. „Sie haben die Geschäftsgrundlage permanent verändert“, sagte zum Beispiel Jörg Kunkel (SPD). Dennoch werde man sich dem Dialog nicht verschließen. Ein zusätzliches Gremium aber benötige man nicht, ergänzte Jörg Winter (CDU). „Dafür haben wir den Schulausschuss.“

Besonders die Ausführungen Kunkels brachten Elke Bornemann-Polzer, stellvertretende Schulleiterin der HGS, in Rage. Das sei eine „Anmaßung“. Sie frage sich, ob die Ganztagsschule politisch überhaupt noch gewollt sei. Sie habe den Eindruck, „ihr Herz hängt nicht daran“, sagte sie zu Kunkel. Das sei doch „Quatsch“, antwortete dieser. Natürlich wolle er die Ganztagsschule. Winter wunderte sich unterdessen „ob der Tonlage in diesem Gremium“. Es gehe hier nicht um „Machtspielchen“. Die Politik habe deutlich gemacht, „dass sie die Ganztagsschule will“.

Am Ende dann wurde wieder einmal Frieden geschlossen – ein trügerischer. Denn Ergebnisse lieferte die Sitzung wie so viele zuvor eigentlich nicht. Schulleiterin Lilo Ziegler-Mehrtens sagte immerhin, man wolle „Sie nicht unter Druck setzen“, und Kunkel sprach von einer „komplizierten Materie“, bei der es nicht immer ganz einfach sei, kühlen Kopf zu bewahren. Jetzt soll der Fragenkatalog des Schulvorstandes abgearbeitet werden. Zudem soll die Frage geklärt werden, wie viel Personal die HGS braucht, was das kostet und welche Kosten das Land übernimmt. Ob es darüber hinaus Anfang April ein zusätzliches Treffen gibt, wie es Schulleitung und Schulvorstand fordern, das will die Politik im nächsten Verwaltungsausschuss klären. Eine Frage bleibt aber: Worüber soll dort eigentlich noch geredet werden?

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