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Ikea will mit Großmarkt Warenlücken schließen

Neue Pläne Ikea will mit Großmarkt Warenlücken schließen

Ikea will nach wie vor in Göttingen investieren. Und Unternehmenssprecherin Simone Settergren erwartet „dass noch im laufenden Jahr eine Entscheidung fallen wird“. Die Differenzen zwischen Unternehmensstrategie, Anforderungen und den Göttinger Bedingungen aber sind groß.

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Quelle: ap

Eigentlich passt nichts wirklich zusammen, eine kleine Einschränkung in der neuen Marktausrichtung aber könnte jetzt doch zu einer Lösung führen: Bei der Auswahl neuer Einzelhandelsgeschäfte in einem Einkaufszentrum neben dem obligatorischen Möbelhaus „wollen wir sehen, was in Stadt und Region fehlt“, sagte Ikea-Pressesprecherin Simone Settergren auf Tageblatt-Anfrage. Damit solle ein Umsatzabfluss bei vorhandenen Händlern vermieden werden. Gelingt das, könnten Konflikte mit dem Göttinger Einzelhandelskonzept vermieden werden. Denn letzteres soll vor allem die Göttinger Händler und ihr Sortiment vor Konkurrenz schützen. Und die droht durch eine neue Expansionsstrategie des schwedischen Konzerns.

Ikea hat seit Jahren ein Auge auf Göttingen geworfen. Zunächst suchte das Unternehmen eine geeignete Fläche für sein typisches Einrichtungshaus mit einem angeschlossenem Zentrum, in dem sich Dienstleister aus der Einrichtungsbranche ansiedeln sollten. Das sogenannte Furniture Competenz Center wurde irgendwann in Home Park umbenannt. Inzwischen betreibt der Konzern weltweit eine noch weiter gehende Expansionspolitik, bei der das Möbelhaus nur noch eine untergeordnete Rolle spielt. Kern soll ein großes Einkaufszentrum mit vielen Fachmärkten und Händlern unterschiedlichster Branchen sein – eine Shopping-Mall.

Mit Blick auf diese Neuausrichtung nahm Ikea auch vom bisher aussichtsreichsten Gelände in Göttingen wieder Abstand: eine 140 000 Quadratmeter große Fläche im Groner Gewerbegebiet zwischen Hermann-Kolbe-Straße, Autobahn und Autobahn-Zubringer. Zunächst hieß es, die Fläche sei zu klein. Jetzt erklärte Settergren, sie sei durch ihren Zuschnitt ungeeignet. Bei einem Flächenbedarf von etwa 130 000 Quadratmetern sei das Areal zwar groß genug, aber zu lang und schmal geschnitten.

Auf eine SPD-Anfrage versicherten die Stadtverwaltung ebenso wie die Ikea-Sprecherin, dass weiter verhandelt und ein besserer Standort gesucht werde. Die Verwaltung bedauert in ihrem Antwortschreiben allerdings, dass Ikea noch keine konkreten Angaben zum neuen Konzept, zum Sortiment und zu den erforderlichen Standortbedingungen gemacht habe. Nach bisherigen Informationen gebe es keinen besseren Standort als die Herman-Kolbe-Straße.

Grundvoraussetzung neben der Größe seien eine gute Autobahnanbindung und die Nähe zur Stadt, erklärte Settergren. Große Wiesen im Umland würden daher weitgehend ausscheiden. Über das künftige Sortiment in einem Ikea-Shopping-Center wiederum werde erst entschieden, wenn die Standortfrage geklärt sei.

Von Ulrich Schubert

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