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Im Gothaer-Haus bleiben die Investitionen aus

Sanierung Im Gothaer-Haus bleiben die Investitionen aus

Das Gothaer-Haus wartet immer noch auf eine umfassende Sanierung. Seitdem die Atos Asset Management als Eigentümervertreter im Mai 2011 millionenschwere Investitionen in die Sanierung des 1975 erbauten Hauses in der Weender Straße 80 angekündigt hatte, ist nichts passiert. Damals hatte die Atos den Abschluss der Bauarbeiten für Ende 2012 angegeben.

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Weender Straße 80: Sechs bis acht Millionen will die Atos Asset Management investieren – wenn der Hauptmieter feststeht.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Grund für die Verzögerung ist – wie schon vor einem Jahr – nach Auskunft von Atos-Projektentwicklerin Barbara Schicktanz ein immer noch fehlender Ankermieter für den Großteil der Einzelhandelsflächen im Erd- und ersten Obergeschoss. Hier befinde man sich mit einem Interessenten in „detaillierten Gesprächen“. Erst wenn mit diesem die Verträge geschlossen seien, könnten die Sanierungs- und Umbauarbeiten, die sich auch nach den Wünschen des Ankermieters richten, beginnen. Schicktanz hofft nun auf einen Baubeginn im Frühjahr 2013.

Die Stadt Göttingen hat derweil den Weg für die Sanierung des Hauptgebäudes frei gemacht. „Der Bauantrag ist im März 2012 positiv beschieden worden“, sagt Verwaltungssprecher Hartmut Kaiser. Zuvor habe es gemeinsam mit den Investoren ein Gutachterverfahren für die Fassadengestaltung gegeben. Man freue sich nun über „das anstehende Investment“ und begrüße „außerordentlich die Neugestaltung dieses wichtigen Innenstadtzugangs von Norden“.

Derzeit, so Kaiser weiter, befinde sich die Stadt in der Abstimmung für einen Neubau auf der Ostseite des bestehenden Gebäudes. Hier sei man aber noch im Anfangsstadium. Hier sei sowohl die Geschossigkeit als auch die Gestaltung zu klären. „Beides muss das vorhandene Umfeld berücksichtigen“, sagt Kaiser. „Da die Gespräche aber noch nicht weit fortgeschritten sind, kann zum jetzigen Zeitpunkt weder von Konsens noch von Dissens gesprochen werden.“ Die für den Neubau erforderliche Änderung des Bebauungsplans ist in Arbeit, der Aufstellungsbeschluss wurde bereits gefasst. Von „besonderer Wichtigkeit“ für die Stadt, so Kaiser, sei die Berücksichtigung der nördlich angrenzenden Reformierten Kirche und der dazugehörenden Kindertagesstätte.

Die Kirche fürchtet derweil, dass durch den Neubau die Attraktivität der Kindertagsstätte verloren geht. „Unsere Sorge ist, dass der Neubau uns das Licht wegnimmt“, sagt Dietmar Robrecht, Vorsitzender des Bauausschusses der Kirchengemeinde. So dürfe der Neubau weder zu hoch, noch zu dicht an die Kindertagesstätte gebaut werden. Er appelliert an die Stadt, möglichst früh in die Planungen einbezogen zu werden.

Sechs bis acht Millionen Euro will Atos investieren. Die derzeitige Einzelhandelsfläche soll auf künftig 2600 Quadratmeter mehr als verdoppelt werden. Das zweite und dritte Geschoss des Hauses ist für Dienstleister, Büros und Praxen vorgesehen. Die 19 Apartments im vierten Geschoss sollen ebenfalls saniert und weiterhin als Wohnraum genutzt werden.

Von Michael Brakemeier

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