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„Im Herzen bleibt man immer Pfadfinder“

Aktionen auf Schillerwiese „Im Herzen bleibt man immer Pfadfinder“

„Im Herzen bleibt man immer Pfadfinder“, ist sich Britta Meyer sicher. Die Gruppenleiterin vom Stamm Hohenstaufen, der in Göttingen etwa 30 Aktive zählt, ist zudem optimistisch, dass das auch in Zukunft so sein wird. Damit sie Recht behält, wirbt am Sonnabend der Verband Deutscher Pfadfinder auf der Schillerwiese in Göttingen für Nachwuchs und die Idee der Pfadfinder.

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Gemeinsam unter dem Jurtendach: Stockbrotbacken und Singen.

Göttingen.  „Das wird immer schwieriger“, meint die junge Gruppenleiterin, denn die Kinder hätten schon ganz früh viele Hobbys.

Mit dem Pfadfinderfest, bei dem Infos über das Pfadfindertum und allerlei Aktionen wie Stockbrotbacken oder gemeinsames Singen in der Jurte, Luftballonwettbewerb, Dosenwerfen, Basteln, Slackline oder Schminken geboten werden, demonstrieren die Veranstalter denn auch, dass der Gemeinschaftssinn ganz wichtig sei. Als eine der Voraussetzungen, die ein Pfadfinder mitbringen muss, nennt Meyer den „sozialen Charakter“. Dieser werde „total gefordert“. Dafür hätten die Gruppen meist viel Spaß und seien ganz viel draußen in der Natur.

Und auch Unternehmungen stärken den Zusammenhalt, etwa gemeinsame Wanderungen, Lager oder gar Fahrten ins europäische Ausland. „Uns ist auch wichtig, möglichst auf Technik zu verzichten“, ergänzt die Gruppenleiterin. Kerzen statt Taschenlampen, Lagerfeuer statt Strom, und lediglich die Gruppenleiter haben ein Handy für den Notfall dabei. „Das vermisst auch keiner“, beteuert Meyer.

„Pfadfinder wird man fürs Leben“, sagt Meyer überzeugt, und das zeigt sich auch bei den Besuchern auf der Schillerwiese. Herting Treusch von Buttlar hörte von dem Pfadfinderfest und suchte zwei alte Fotoalben seiner eigenen Pfadfinderzeit, „nach Kriegsende, zwischen 1948 und 1974“, heraus. Die zeigt er am Sonnabend gerne den jungen Leuten auf der Schillerwiese und erzählt zu vielen der vergilbten Fotos Anekdoten.

Seine Zuhörerinnen der Gruppe Yacari – Sarah Düker, Rabea Hoffmann und Franca Gut – erfahren zum Beispiel, dass die Pfadfinder damals fast jeden Sonntag „auf Fahrt“ gewesen seien, „damit die Kinder aus sozial schwachen Familien nicht dem alkoholisierten Vater ausgesetzt waren“, erklärt von Buttlar.

In Göttingen gibt es neben dem Stamm der Hohenstaufer auch noch die Chawrusen mit etwa 50 aktiven Mitgliedern. Beide Stämme sind überkonfessionell. Das Pfadfinderfest auf der Schillerwiese stellt am Abend nicht nur die Besucher zufrieden, sondern auch die Veranstalter.

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