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Im Jahr 1271 sind erstmals Glocken in Göttingen urkundlich erwähnt

Uralte Tradition Im Jahr 1271 sind erstmals Glocken in Göttingen urkundlich erwähnt

Jetzt haben sie alle Hände voll zu tun, pardon, alle Klöppel. Schließlich geht es um Glocken. Sie läuten nicht nur zur Weihnachtszeit (das haben sie mit dem Grünen der Tannenbäume gemeinsam), aber zwischen dem 24. Dezember und dem 1. Januar hört man Kirchenglocken nun einmal viel öfter als sonst im Jahr.

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Die größte Kirchenglocke Göttingens: Pastor Rudolf Grote im Kirchturm der Johanniskirche.

Quelle: Hinzmann

Göttingens Kirchenglocken bieten einen vielstimmigen Akkord. Sie besitzen verschiedene Funktionen: Mit der Stundenglocke verkünden sie die Uhrzeit, das volle Geläut kündigt – meist am Sonnabend um 18 Uhr – den bevorstehenden Sonntag an, und mit demselben Klang laden die Kirchen zum Gottesdienst ein. Beim Vaterunser läutet ebenfalls stets eine Glocke – als Zeichen der Verbundenheit der irdischen Gläubigen mit himmlischem Gott, zu dem sie beten.
Glocken haben eine uralte Tradition. Aus dem Jahr 1271 ist überliefert, dass die Kirchen St. Albani und St. Nikolai in Göttingen neue Glocken erhielten: Das ist, so die Stadtchronik, die älteste Glocken-Erwähnung Göttingens überhaupt. Die älteste erhaltene Glocke Göttingens hängt in der Marienkirche, geweiht im Jahre des Herrn 1359 am Tage Odelrici, dem 4. Juli, wie die Inschrift auf der Glocke besagt. Ihre große Schwester hängt in der Glockenstube gleich nebenan. Sie wurde im Jahr 1464 gegossen.

Die größte Glocke Göttingens hängt in der Johanniskirche. Sie wurde 1828 vom Hildesheimer Glockengießermeister S. A. Lange gegossen – unter Mitbenutzung des Metalls einer alten geborstenen Glocke vom Jahre 1348, wie es in der Inschrift heißt. Diese Vorgängerglocke war also noch elf Jahre älter als die Seniorin in der Marienkirche. Daneben hängt eine Glocke von Thomas Simon mit der Aufschrift „Anno 1616 den 12 Augusti bin ich durch Gottes Gnad durchs Fewer geflossen“.

Nicht alle Glocken der Region sind groß und voll im Klang. Jochen Pitsch, ehemaliger Pastor der evangelisch-reformierten Kirche Göttingen in der Unteren Karspüle, erzählt lächelnd, dass die dortige Glocke in der Gemeinde etwas respektlos „unser Marmeladeneimer“ genannt wird. Als einmal vor Jahrzehnten ein Rundfunkgottesdienst aus dieser Kirche übertragen werden sollte, waren die Tontechniker des Norddeutschen Rundfunks vom dünnen Klang entsetzt. Es gab brüderliche Amtshilfe: Stattdessen läuteten die Jacobi-Glocken den reformierten Rundfunkgottesdienst ein. Das sah ja keiner.
Im Internet hören Sie die heimischen Glocken.

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