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In Barterode lernen die Kinder Plattdeutsch

Kurs des Kinder- und Jugendbüros In Barterode lernen die Kinder Plattdeutsch

Im Spritzenhaus in Barterode wird auf Platt gesungen: „Sing man tau, sing man tau von Herrn Pastorn sin Kauh, jau, jau, Kauh.“ Das Lied erklingt aus jungen Kehlen, denn es sind Kinder, die hier unter Anleitung von Ortsheimatpfleger Fritz Schmidt Plattdeutsch lernen.

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Zählen und singen: Mit Ortsheimatpfleger Fritz Schmidt lernen die Kinder Plattdeutsch.

Quelle: Barke

Barterode. Die 15 Kinder besuchen einen Schnupperworkshop, zu dem fünf Termine gehören. Organisiert hat den Kurs die Kinder- und Jugendpflege Adelebsen gemeinsam mit der Servicestelle für freie Träger des Landkreises und dem Ortsheimatpfleger.

T. Bonkowski

T. Bonkowski

Entstanden sei die Idee bei einer Spielplatz-Aktion in Barterode im vergangenen Jahr, berichtet die Jugendpflegerin Daniela Brill von der Gemeinde Adelebsen. Dort habe der ebenfalls beteiligte Schmidt mit den Kindern Platt gesprochen. Das sei durchaus auf Anklang und Interesse gestoßen – so entstand die Idee, das Ganze auszuweiten. So gab es fünf Termine im Spritzenhaus in Barterode.

Die teilnehmenden Kinder stammen etwa zur Hälfte aus Barterode und zur Hälfte aus anderen Dörfern der Gemeinde. In dem Kurs haben sie unter anderem zählen gelernt, Lieder gesungen und sich dem Plattdeutschen spielerisch genähert.

K. Wasmuth

K. Wasmuth

Im Flecken Adelebsen ist das Plattdeutsche noch relativ lebendig – davon zeugt zumindest, dass mehrere Kinder jemanden in der Familie haben, der Platt spricht. Ihr Opa könne Platt, meint etwa die zehnjährige Talina Bonkowski. Er wolle jetzt auch öfter mit ihr in der Sprache sprechen.

Ihre Großeltern sprächen Platt und ihre Vater auch manchmal, meint die neunjährige Kiara Wasmuth. Die neunjährige Wiebke Raseberg hatte schon vorher von ihrem Opa ein paar Wörter Platt gelernt – auch ihre Großeltern sprechen Plattdeutsch.

Es sei wichtig, dass die Kinder lernten, Plattdeutsch zu verstehen, meint Schmidt. Barterodes Ortsbürgermeisterin Brigitte Bindseil hat dafür auch ein gutes Beispiel bereit. Als eine sehr alte Einwohnerin vor einiger Zeit zum ersten Mal in ihrem Lebens in ein Krankenhaus kam, sorgte sie dort für helle Aufregung.

Die Frau hatte nämlich ihr ganzes Leben lang nur Platt gesprochen, und es gab in dem Göttinger Krankenhaus zunächst niemanden, der sie verstand. Nach einiger Suche konnte dann aber doch noch eine Krankenschwester mit Plattdeutsch-Kenntnissen gefunden werden.

W. Raseberg

W. Raseberg

Aufgrund des Erfolges und des Spaßfaktors soll der Workshop fortgesetzt werden, zukünftig jeweils für zwei Stunden an einem Sonnabend. Am 20. April soll dann das Motto dann in der Heimatstube Barterode lauten: „Wie wass dat vor 100 Joahren?“ Dann können auch Neueinsteiger dazukommen. Im Sommerferienprogramm ist außerdem eine Wanderung mit Stümpelessen geplant.

Anmeldung für den Kurs am 20. April bis Freitag, 12. April, unter Telefon 0 55 06 / 8 97 36.

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