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Ivorer muss Deutschland verlassen

Zahl der Abschiebungen steigt Ivorer muss Deutschland verlassen

Weil das zuständige Bundesamt seinen Asylantrag für ungültig erklärt hat, ist am Montag ein junger Afrikaner aus seiner Göttinger Wohnung abgeholt und nach Italien abgeschoben worden. Sein Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz war vom Göttinger Verwaltungsgericht abgelehnt worden.

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Das Göttinger Verwaltungsgericht hatte seinen Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz abgelehnt.

Quelle: Hinzmann (Archiv)

Göttingen . Am frühen Montagmorgen fuhr die Polizei am Rosenwinkel vor; sieben Beamte mit dem Auftrag, einen Ivorer gemäß der Dublin-Verordnung in das Land zu überstellen, das für die Bearbeitung seines Asylverfahrens zuständig ist - in seinem Fall Italien. Zwei Göttinger waren zu seiner Unterstützung vor Ort. Er bekam noch die Chance, sich zu verabschieden. Dann schlossen sich die Türen des Polizeiwagens hinter ihm.

Nach Angaben der Stadt Göttingen stammte die Entscheidung über den Aufenthaltsstatus des Mannes aus der Elfenbeinküste bereits aus dem Mai dieses Jahres. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge erklärte den Asylantrag demnach für unzulässig und ordnete die Abschiebung an. Der junge Mann, dessen Geburtsdatum mal mit 1990 oder mit 1997 angegeben wurde, suchte sich anwaltliche Hilfe und scheiterte im Juni vor Gericht, so die Verwaltung.

Die Zahl der Abschiebungen in Göttingen sind in diesem Jahr deutlich angestiegen. Aus den Daten des niedersächsischen Innenministeriums geht hervor, dass seit Januar bereits zwölf Menschen abgeschoben wurden, die Stadtverwaltung zählt sogar 17. Dem stehen drei Fälle im Jahr 2015 gegenüber. Bei den Abgeschobenen in diesem Jahr habe es sich um Staatsangehörige aus dem Kosovo, Haiti, Algerien, Bosnien, Serbien sowie aus dem Iran und dem Sudan gehandelt. Letztgenannte wurden in einen EU-Staat abgeschoben. "Die weiteren Abschiebungen sind in das Herkunftsland erfolgt", erklärte Ministeriumssprecher Matthias Eichler. In allen Fällen seien die Betroffenen nicht der Aufforderung zur Ausreise nachgekommen, so dass die Ausländerbehörde verpflichtet war, die Abschiebung vorzunehmen.

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