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In Reyershausen „auf das Lama gekommen“

Lamas auf ihrer Weide In Reyershausen „auf das Lama gekommen“

Sie heißen Olivia, Sonja, Viola und Rosa. Es scheint, als schätzten sie fremde Gäste nicht besonders: Leicht zurückgelegt sind ihre Ohren. Doch ganz können sie ihre Neugier nicht verbergen. Immer wieder drehen sich die Ohren nach vorn, so als wollten sie sagen: „Hey, wer bist du denn?“

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Lamas mögen keine Äpfel: Monika Krüger füttert füttert sie deshalb mit Hafer und Möhren.

Quelle: Hinzmann

Die vier Damen sind Lamas und leben in Reyershausen auf dem Hof von Monika und Burkhard Krüger.

Früher hielten die beiden Tierfreunde Pferde. Als die „nicht mehr waren“, verpachteten sie den Offenstall auf ihrem Grund und Boden. Irgendwann stand er leer. Das Paar musste entscheiden, wie es ihn weiternutzen wollte. Durch einen Bekannten vom landwirtschaftlichen Versuchsgut Relliehausen der Universität Göttingen sind die beiden „auf das Lama gekommen“.

Seit einem Jahr stehen die Neuweltkameliden nun bei Krügers auf der Weide. Genügsam zeigen sich die neuen Wegbegleiter, die ihre Heimat in den südamerikanischen Anden haben. Für zwei Lamas reichen 1000 Quadratmeter Weide, erklärt Monika Krüger. Für jedes weitere Tier müsse man 100 Quadratmeter mehr vorsehen. Im Winter fressen die Lamas Heu, alle vier Tiere pro Tag einen Ballen. Sie freuen sich über Quetschhafer und Möhren. Äpfel hingegen mögen sie nicht, wissen ihre Reyershäuser Halter inzwischen.

Kein Problem ist die ganzjährige Weidehaltung. Weil die Paarhufer Sohlenpolster haben und lediglich 120 bis 150 Kilo auf die Waage bringen, richten sie auch bei sehr feuchtem Wetter auf der Wiese keinen Schaden an. Einmal im Jahr sollte man ihnen die Hufe schneiden. Alle zwei Jahre werden sie geschoren. Lamas spucken, um die Rangordnung zu klären. Lediglich, wenn es ums Essen geht, zeigen sich auch diese Tiere rabiater.
Als Fluchttiere sind die Lamas sehr wachsam, das können ihre neuen Fans bestätigen. „Wenn irgendwo wer geht, dann melden sie das“, erzählt Monika Krüger. Sie beschreibt sie als sehr friedfertige Tiere. Ganz besonders liebt sie den „Omm-Ton“, mit dem sich ihre Schützlinge wohl selbst beruhigen. Gerade anfangs seien die Vier sehr nervös gewesen.

Mit ihrem Hobby sind die Krügers nicht alleine. Sie wissen von weiteren Hoftieren aus Südamerika in Diemarden und in Holzminden. In Süddeutschland sei die Haltung verbreitet. Lama-Spaziergänge oder Trekking-Touren würden dort nicht selten angeboten. Ob Monika und Burkhard Krüger später einmal mit Olivia, Sonja, Rosa und der gescheckten Olivia auf Tour gehen, das wissen sie heute noch nicht. Es muss sich entwickeln, sind sie sich einig. Hin und wieder komme schon einmal Besuch, um die hier ungewöhnlichen Tiere anzusehen. So war auch der Kindergarten bei den Lamas. Doch noch brauchen die neuen Weidennutzer Zeit, um sich in ihrem Zuhause richtig einzugewöhnen.

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