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Initiative "Wohnraumgeist" wirft Uni Versäumnisse vor

Nach Besetzung von Ex-Studentenwohnheim Initiative "Wohnraumgeist" wirft Uni Versäumnisse vor

 Nach dem Gespräch zwischen Uni-Präsidium, Studentenwerk und Studierendenvertreter zur Wohnraumsituation von Studierenden hat die neugegründete Initiative "Wohnraumgeist" Verbesserungen der Wohnungssituation gefordert. Gegründet wurde die Initiative von Teilnehmern, die das ehemalige Studentenwohnheim in der Geiststraße 10 in der vergangenen Woche besetzt hatten.

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Geiststraße 10: geschlossenes Wohnheim mit ehemals 65 Plätzen.

Quelle: CH

Göttingen . Forderungen lauten: "Innenstadtnaher, attraktiver Wohnraum statt Jugendherbergsatmosphäre am Stadtrand." "Zeitnahe Lösungen, die den Studierenden jetzt helfen, statt langatmige Projekte in ferner Zukunft.", "Leerstand zu Wohnraum statt Schließung von Wohnheimen, egal welcher Größe." 

Die Initiative wirft der Uni Versäumnisse vor. So sei der Universitätsverwaltung die Problematik der Wohnungsnot seit Jahren bekannt . Auch habe sie den "massiven Abbau von Wohnheimplätzen seitens des Studentenwerks" innerhalb der vergangenen nicht verhindert, so der Vorwurf. Gegenmaßnahmen seien weder eingeleitet noch umgesetzt. Als einziges Projekt verweise die Uni auf auf ein - durch das Studentenwerk - geplantes Studierendenwohnheim auf dem Nordcampus, dessen Baubeginn erst 2015 angedacht ist - falls der entsprechenden Bebauungsplan genehmigt werde.  

"Die Universität zeigt deutlich, dass es nicht ihre Priorität ist, Wohnraum in der Innenstadt für Studierende zu erhalten, geschweige denn zu erschaffen", heißt es in einer Mitteilung der Initiative. Im konkreten Beispiel der Geiststraße 10 , die seit 2010 leer steht und zuvor 65 Wohnheimsplätze bot, habe es die Universitätsleitung "klar versäumt", Prioritäten adäquat zu setzen und den Erhalt und die Schaffung von Wohnraum vorzuziehen. Stattdessen sollen in der Geiststraße 10 noch in diesem Jahr Arbeitsplätze für Forschungsprojekte der Akademie der Wissenschaften einstehen. Umbauarbeiten dazu sollen im Frühjahr beginnen. 

Unterdessen warnt die Grünen-Politikerin Lara Piepkorn, Mitglied im Sozialausschuss des Rates der Stadt, die Diskussion auf die Wohnsituation von Studierenden zu verengen, "nur weil diese offensichtlich wissen, wie man mit kreativen Aktionen den öffentlichen Druck erhöht ". 

„Auch das Angebot an sozialverträglichem Wohnraum für nicht-Studierende wird zunehmend knapp.Was wir brauchen ist eine gründliche Untersuchung der Entwicklung von Angebot und Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt und darauf aufbauend eine öffentliche Diskussion über Möglichkeiten, die Wohnraumentwicklung sozialverträglich zu steuern. In einem ersten Schritt haben sich Universitätsleitung und Studierende auf gemeinsame Gespräche geeinigt in die auch die Stadt einbezogen werden soll, was wir sehr begrüßen", sagt Piepkorn.

Ratsfraktion und Kreisverband der Grünen halten die studentische Forderung nach mehr bezahlbarem Wohnraum für Studierende im Grundsatz für berechtigt.

Die Polizei hat am Donnerstag eine Besetzung des ehemaligen Studentenwohnheims in der Geiststraße 10 beendet. Auch die Uni-Präsidentin war vor Ort.

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Suche nach Wohnraum

In einem Gespräch haben sich Uni-Präsidentin Ulrike Beisiegel sowie Vertreter der Studenten, des Allgemeinen Studierendenausschusses (Asta) und des Studentenwerkes am Dienstag verständigt, die Wohnraumsituation für Studenten zu untersuchen. Dafür solle der Bedarf an Wohnraum ermittelt und nach geeigneten Gebäuden gesucht werden.

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