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Innenstadtviertel: Politik will Rahmenplan für weitere Entwicklung

Planen ja, aber ohne Investor Innenstadtviertel: Politik will Rahmenplan für weitere Entwicklung

Ein Rahmenplan für das Innenstadtquartier, das zwischen der Weender Straße, Prinzenstraße, Stumpfebiel und Mühlenstraße liegt, muss her. Darüber sind sich Politik und Bauverwaltung einig. Jedoch dem Vorschlag der Verwaltung, den Investor, die Göttinger Immobilien-Firma Jünemann & Kreitz, an der Ausarbeitung eines solchen Planes zu beteiligen, folgten die Politiker nicht.

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Mühlenstraße 4a: Der Eigentümer will das Haus abreißen, die Stadt lehnt das ab.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Mit einem solchen Plan soll die weitere Entwicklung des Quartiers gesteuert werden.

„Wir möchten nicht mit dem Investor einen Rahmenplan erstellen“, erklärte Christian Henze für die SPD. Die Entwicklung des zentralen Innenstadtgebietes sei wichtig. So wichtig, dass die Politik die künftige Entwicklung steuert und eigene Wünsche einbringt und nicht der Investor. Der Argumentation schlossen sich die Politiker der anderen Parteien an.

Stadtbaurat Thomas Dienberg warnte: Würde der Investor von der Erstellung des Rahmenplanes ausgeschlossen, müsste die Stadt die Kosten von rund 20 000 Euro selbst tragen. Andernfalls könne eine Kostenübernahme durch den Investor in einem städtebaulichen Vertrag geregelt werden.

Die Immobilienfirma Jünemann & Kreitz, der seit 2011 ein Großteil der Gebäude (Weender Straße 43-47, Prinzenstraße 10-13, Stumpfebiel 11 / 13 und Mühlenstraße 4 / 4a) in dem Areal gehört, plant die Verkaufsflächen in den Häusern Weender Straße 43-47 – unter anderem für eine Filiale der Drogeriekette Rossmann – zu erweitern und dafür den Innenhof eingeschossig zu bebauen.

Hintergebäude soll abgerissen werden

Gleichzeitig, so die Pläne, die die Verwaltung in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses vorgestellt hat, sollen das Wohngebäude Mühlenstraße 4a und das unter Denkmalschutz stehende Hintergebäude der Häuser Weender Straße 43-47 abgerissen werden. Einer Überbauung des jetzigen Innenhofes steht der geltende Bebauungsplan gegenüber. Dieser müsste, sollte der Investorenplan umgesetzt werden, geändert werden.

Wie Dienberg darlegte, sei es für den Investor keine Alternative, die von der Stadt als „wünschenswert“ erachtete Erweiterung der Verkaufsflächen in den südlichen Bereich zu verlegen, um dadurch die Freifläche und das Gebäude Mühlenstraße 4a zu erhalten. Stattdessen hält er an einem Abriss und anschließendem Neubau fest.

Der Neubau würde dann näher an den Biergarten des Irish Pubs, Mühlenstraße 4, rücken, gab Dienberg zu bedenken. Aus Sicht der Stadt ist der geplante Abriss kritisch: Zwar stehe das Gebäude Mühlenstraße 4a nicht unter Denkmalschutz, es gehöre aber zu einer Gruppe von Gebäuden, die es wert sei zu erhalten, sagte Dienberg.

Mit einem Rahmenplan soll nun in verschiedenen Varianten geprüft werden, „inwieweit Verkaufsflächenerweiterungen in dem gewünschtem Umfang, unter Erhalt des Gebäudes Mühlenstraße 4a, der Berücksichtigung der Belange des Denkmalschutzes sowie der Schaffung qualitativ hochwertiger Außenbereiche für die Wohnnutzung, möglich sind“. Die Anlieferung der Betriebe soll ebenso untersucht werden, wie die Möglichkeiten, einen Spielplatz einzurichten.

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Frühzeitige Vorstellung von Vorschlägen

Die Diskussion um die künftige Möblierung der Weender Straße steht bevor. Frühzeitig soll nach Ansicht der SPD-Ratsfraktion die Politik in die Vorbereitungen der Verwaltung einbezogen werden. Hintergrund ist die als „unglückliche“ Diskussion um die neuen Laternen in der Weender Straße.

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